Der längste Tag zählte seinerzeit zu den großen Prestigeprojekten von 20th Century Fox und wurde mit einem riesigen Budget realisiert. Produzent Darryl F. Zanuck scheute keine Kosten.

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Filmkritik:

So leistete er sich den Luxus, gleich drei Regisseure zu engagieren: Ken Annakin (Großbritannien), Andrew Marton (USA) und Bernhard Wicki (Deutschland) filmten jeweils die Szenen der Soldaten ihrer Nation. Und auch bei den Soldaten wird geprotzt, die Produzenten stellten einen namhaften Cast zusammen, in dem John Wayne, Robert Mitchum, Henry Fonda, Sean Connery, Richard Burton nur einige der bekannten Gesichter darstellen.

Diese geballte Ansammlung von Stars entwickelt sich jedoch eher zum Nachteil, denn in seinem Bemühen, sie alle zusammenzuführen und jedem seinen kleinen Auftritt zu verschaffen, verkommt Der längste Tag letztlich zu einem Ensemblefilm, was dem Sujet nicht gerecht wird – der D-Day wirkt wie eine Sightseeingtour für bekannte Schauspielergesichter, die Schrecken des Krieges treten in den Hintergrund.

Dieser Hollywood-Gestus setzt sich auch inhaltlich fort. Selbst mit den durchaus ansehnlichen und aufwendigen Gefechtsszenen vermag Der längste Tag nur wenig Emotionalität aufzubauen. Während die meist blassen Stars sich selbst spielen, sterben lediglich die Statisten. Die deutschen Schauspieler wissen da deutlich mehr zu überzeugen, haben aber auch mehr Raum zum spielen.

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Die Sechziger Jahre zählen zu den revolutionärsten Jahrzehnten der Kinogeschichte. Mehrere Strömungen – die neuen Wellen – verschoben künstlerische Grenzen und modernisierten die Filmsprache. Viele Regisseure ließen die Themen der vorherigen Generationen hinter sich und drehten freiere, gesellschaftskritischere Werke.

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Obwohl das Genre auf ein spezifisches Thema festgelegt ist, bieten sich dem Betrachter eine Vielzahl Subtexte und Motive. Während Kriegsfilme sich vornehmlich auf Abenteuer, Kameradschaft und Heldenmut konzentrieren, eröffnen sich im Antikriegsfilm eine Vielzahl von Themen: Moral und Menschenrechte, der Horror und die Absurdität des täglichen Grauens oder die perverse Systematik dahinter.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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