Der längste Tag

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Filmkritik:

Der längste Tag zählte seinerzeit zu den großen Prestigeprojekten von 20th Century Fox und wurde mit einem riesigen Budget realisiert. Produzent Darryl F. Zanuck scheute keine Kosten. So leistete er sich den Luxus, gleich drei Regisseure zu engagieren: Ken Annakin (Großbrittanien), Andrew Marton (USA) und Bernhard Wicki (Deutschland) filmten jeweils die Szenen der Soldaten ihrer Nation. Und auch bei den Soldaten wird geprotzt, die Produzenten stellten einen namhaften Cast zusammen, in dem John Wayne, Robert Mitchum, Henry Fonda, Sean Connery, Richard Burton nur einige der bekannten Gesichter darstellen.

Diese geballte Ansammlung von Stars entwickelt sich jedoch eher zum Nachteil, denn in seinem Bemühen, sie alle zusammenzuführen und jedem seinen kleinen Auftritt zu verschaffen, verkommt Der längste Tag letztlich zu einem Ensemblefilm, was dem Sujet nicht gerecht wird – der D-Day wirkt wie eine Sightseeingtour für bekannte Schauspielergesichter, die Schrecken des Krieges treten in den Hintergrund.

Dieser Hollywood-Gestus setzt sich auch inhaltlich fort. Selbst mit den durchaus ansehnlichen und aufwändigen Gefechtsszenen vermag Der längste Tag nur wenig Emotionalität aufzubauen. Während die meist blassen Stars sich selbst spielen, sterben lediglich die Statisten. Die deutschen Schauspieler wissen da deutlich mehr zu überzeugen, haben aber auch mehr Raum zum spielen.

Handlung:

Nach monatelanger Vorbereitung, zahllosen Ablenkungsmanövern und strengster Geheimhaltung ist es soweit: D-Day, die Wende im Zweiten Weltkrieg. Eine gigantische Armada aus 250.000 Soldaten, 4.700 Schiffen und über 11.000 Flugzeugen landet im Schutz eines Unwetters an der befestigten französischen Atlantikküste. Während die deutsche Generalität noch versucht, Menschen und Material zu verschieben und wichtige Brücken zu sichern, startet am Atlantikwall ein blutiges Kapitel des Krieges…

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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