Jahrzehnt: 1960-1969

Achteinhalb

Filmkritik: Achteinhalb Filme drehte Federico Fellini nach seiner Rechnung bis 1962, darunter das großartige Drama Die Schwindler sowie Werke wie La Strada oder Das süße Leben, die vom Publikum gefeiert und von Preisrichtern ausgezeichnet wurden. Was tut ein Regisseur, der nach nur zehn Jahren einen Höhepunkt erreicht hat und eine große öffentliche Erwartungshaltung bedienen muss, obwohl er den [...]

Achteinhalb 2017-10-02T16:31:57+00:00

Kuroneko

Filmkritik: Mit dem bildgewaltigen Geisterdrama Kuroneko fügte Kaneto Shindô der japanischen Kinogeschichte 1968 ein weiteres Meisterwerk hinzu und gießt aus Elementen von Horrorfilm und Melodram einen überwältigenden Film, der die Sinne betört. Die erste Szene mutet dem Publikum jedoch zunächst einmal ein grausiges Schauspiel zu: Aus einer abseits liegenden, dokumentarischen Perspektive sehen wir mehr als ein Dutzend Samurai [...]

Kuroneko 2017-08-28T15:23:45+00:00

Spartacus

Filmkritik: Spartacus ist das Produkt einer Enttäuschung: Nachdem Kirk Douglas eine Absage für die Hauptrolle in William Wylers Ben Hur erhalten hatte und mit ansehen musste, wie der seinerzeit mit 15 Millionen Dollar Produktionskosten teuerste Film der Kinogeschichte sagenhafte elf Oscars gewann, drehte Douglas als ausführender Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion sein "eigenes" Epos. Douglas' Ehrgeiz, gepaart mit [...]

Spartacus 2017-08-21T10:54:10+00:00

Das Versteck

Filmkritik: Mit seinem Thriller Das Versteck findet der spanische Regisseur Narciso Ibáñez Serrador eine Schnittstelle klassischer Sujets des Horrorgenres und erzählt von einem Mädcheninternat, in dem einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Zu Beginn überzeugt Das Versteck mit seiner ausführlichen Exposition - ein neues Mädchen wird von ihrem Vormund in das Internat überstellt und zusammen mit den beiden [...]

Das Versteck 2017-08-22T13:07:42+00:00

Das Loch

Filmkritik: Obwohl wohl kaum ein Thema so amerikanisch ist wie der Gefängnisausbruch und Hollywood mit zahlreichen Klassikern wie Gesprengte Ketten, Papillon, Der Unbeugsame oder Die Verurteilten jahrzehntelang immer neue Variationen vorlegte, stammt das beste Gefängnisdrama nicht aus den USA, sondern aus Frankreich. Gemeint ist nicht Robert Bressons kaum minder gelungener Film Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen, sondern [...]

Das Loch 2017-08-10T11:37:31+00:00

Gate Of Flesh

Filmkritik: Mit seinem grellen Pulp-Melodram Gate Of Flesh setzte der japanische Filmemacher Seijun Suzuki die Nachwehen des Zweiten Weltkrieges auf einmalige Weise in Szene und liefert ein ungewöhnliches Kleinod aus der Fließbandschmiede des Nikkatsu-Studios. Schnell und günstig hatten die Regisseure zu arbeiten und so drehte Suzuki im Alter von dreiundvierzig Jahren bereits seinen zweiunddreißigsten Film. Sein Drama schildert [...]

Gate Of Flesh 2017-08-08T13:50:34+00:00

Die Nacht

Filmkritik: Die Nacht stellt das Mittelstück von Michelangelo Antonionis Entfremdungstrilogie dar, die der italienische Regisseur mit Die mit der Liebe spielen begann und mit Liebe 1962 abschloss. Da Die Nacht die typischen Stilmerkmale Antonionis beinhaltet, eignet er sich hervorragend als Einstiegswerk in das Schaffen des Autorenfilmers. Der Film schildert etwas weniger als 24 Stunden im Leben eines Ehepaares. [...]

Die Nacht 2017-07-31T15:29:18+00:00

Zwei glorreiche Halunken

Filmkritik: Mit Zwei glorreiche Halunken schloss Sergio Leone seine Dollar-Trilogie ab und übersteigert sämtliche Merkmale der Vorgänger. Stattliche zwei Stunden und vierzig Minuten beträgt die Spielzeit von Zwei glorreiche Halunken, der seine drei Charaktere auf die Jagd nach einem Goldschatz schickt und sich im Gegensatz zu den ersten beiden Werken der Trilogie weniger um eine geschlossene Handlung bemüht, [...]

Zwei glorreiche Halunken 2017-07-27T16:12:20+00:00

Für ein paar Dollar mehr

Filmkritik: Mit Für ein paar Dollar mehr setzte Sergio Leone seine Dollar-Trilogie fort und steigerte das Niveau sogar noch. Im Gegensatz zum Vorgänger erhielt Leone ein deutlich größeres Budget und konnte damit nun endlich einen US-Star besetzen. Die (zweite) Wahl fiel auf Lee van Cleef, der sich zu den beiden Hauptdarstellern des Vorgängers, Clint Eastwood und Gian Maria [...]

Für ein paar Dollar mehr 2017-07-24T14:11:20+00:00

Für eine Handvoll Dollar

Filmkritik: Für eine Handvoll Dollar veränderte das festgefahrene Westerngenre nachhaltig und wurde der erste seiner Art - ein Italowestern, dem noch viele weitere folgen sollten. Weil der amerikanische Edelwestern seit vierzig Jahren immer wieder dieselben Stars in ähnliche Geschichten steckte und den Motiven des Genres nichts Neues hinzufügen konnte, befand sich das uramerikanische Genre auf dem absteigenden Ast. [...]

Für eine Handvoll Dollar 2017-07-25T11:55:43+00:00