Spartacus

Filmkritik: Spartacus ist das Produkt einer Enttäuschung: Nachdem Kirk Douglas eine Absage für die Hauptrolle in William Wylers Ben Hur erhalten hatte und mit ansehen musste, wie der seinerzeit mit 15 Millionen Dollar Produktionskosten teuerste Film der Kinogeschichte sagenhafte elf Oscars gewann, drehte Douglas als ausführender Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion sein "eigenes" Epos. Douglas' Ehrgeiz, gepaart mit [...]

Das Versteck

Filmkritik: Mit seinem Thriller Das Versteck findet der spanische Regisseur Narciso Ibáñez Serrador eine Schnittstelle klassischer Sujets des Horrorgenres und erzählt von einem Mädcheninternat, in dem einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Zu Beginn überzeugt Das Versteck mit seiner ausführlichen Exposition - ein neues Mädchen wird von ihrem Vormund in das Internat überstellt und zusammen mit den beiden [...]

Das Loch

Filmkritik: Obwohl wohl kaum ein Thema so amerikanisch ist wie der Gefängnisausbruch und Hollywood mit zahlreichen Klassikern wie Gesprengte Ketten, Papillon, Der Unbeugsame oder Die Verurteilten jahrzehntelang immer neue Variationen vorlegte, stammt das beste Gefängnisdrama nicht aus den USA, sondern aus Frankreich. Gemeint ist nicht Robert Bressons kaum minder gelungener Film Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen, sondern [...]

Gate Of Flesh

Filmkritik: Mit seinem grellen Pulp-Melodram Gate Of Flesh setzte der japanische Filmemacher Seijun Suzuki die Nachwehen des Zweiten Weltkrieges auf einmalige Weise in Szene und liefert ein ungewöhnliches Kleinod aus der Fließbandschmiede des Nikkatsu-Studios. Schnell und günstig hatten die Regisseure zu arbeiten und so drehte Suzuki im Alter von dreiundvierzig Jahren bereits seinen zweiunddreißigsten Film. Sein Drama schildert [...]

Die Nacht

Filmkritik: Die Nacht stellt das Mittelstück von Michelangelo Antonionis Entfremdungstrilogie dar, die der italienische Regisseur mit Die mit der Liebe spielen begann und mit Liebe 1962 abschloss. Da Die Nacht die typischen Stilmerkmale Antonionis beinhaltet, eignet er sich hervorragend als Einstiegswerk in das Schaffen des Autorenfilmers. Der Film schildert etwas weniger als 24 Stunden im Leben eines Ehepaares. [...]

Zwei glorreiche Halunken

Filmkritik: Mit Zwei glorreiche Halunken schloss Sergio Leone seine Dollar-Trilogie ab und übersteigert sämtliche Merkmale der Vorgänger. Stattliche zwei Stunden und vierzig Minuten beträgt die Spielzeit von Zwei glorreiche Halunken, der seine drei Charaktere auf die Jagd nach einem Goldschatz schickt und sich im Gegensatz zu den ersten beiden Werken der Trilogie weniger um eine geschlossene Handlung bemüht, [...]

Für ein paar Dollar mehr

Filmkritik: Mit Für ein paar Dollar mehr setzte Sergio Leone seine Dollar-Trilogie fort und steigerte das Niveau sogar noch. Im Gegensatz zum Vorgänger erhielt Leone ein deutlich größeres Budget und konnte damit nun endlich einen US-Star besetzen. Die (zweite) Wahl fiel auf Lee van Cleef, der sich zu den beiden Hauptdarstellern des Vorgängers, Clint Eastwood und Gian Maria [...]

Für eine Handvoll Dollar

Filmkritik: Für eine Handvoll Dollar veränderte das festgefahrene Westerngenre nachhaltig und wurde der erste seiner Art - ein Italowestern, dem noch viele weitere folgen sollten. Weil der amerikanische Edelwestern seit vierzig Jahren immer wieder dieselben Stars in ähnliche Geschichten steckte und den Motiven des Genres nichts Neues hinzufügen konnte, befand sich das uramerikanische Genre auf dem absteigenden Ast. [...]

Rocco und seine Brüder

Filmkritik: Rocco und seine Brüder zählt zu den essenziellen Werken von Luchino Visconti und offenbart einerseits die neorealistischen Wurzeln des italienischen Regisseurs, nimmt mit seiner Spielzeit von 170 Minuten jedoch auch schon Umfang und Epik von dessen späteren Filmen vorweg. Visconti versteht es hervorragend, einen Eindruck des Mailänder Großstadtmilieus der Fünfziger Jahre zu erzeugen. Die nüchterne Bildgestaltung und [...]

Tanz der toten Seelen

Filmkritik: Obwohl Tanz der toten Seelen nahezu ohne Budget gedreht wurde und daher nur auf einfachste Gestaltungsmittel zurückgreift, entwickelt der einzige Spielfilm von Herk Harvey schnell einen altmodischen Charme. Die schaurige Orgelmusik mag bisweilen zu ausführlich eingesetzt werden, sorgt jedoch auch für eine stimmige Atmosphäre. Wirklich zu schocken vermag Tanz der toten Seelen das heutige Publikum nicht mehr, [...]