I Will Buy You zählt noch zum Frühwerk von Masaki Kobyashi, der ein gewohnt gesellschaftskritisches Szenario auffährt und hinter die Kulissen des japanischen Volkssportes Baseball schaut. Der Film handelt vom Wettbieten der Vereine um einen hoch talentierten Studenten und schildert die zahllosen Anwerbungsgespräche aus der Sicht eines Talentsuchers, der für einen der Klubs tätig ist.

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Filmkritik:

Das professionelle Auftreten der Beteiligten entwickelt sich schnell zur zweifelhaften Bieterschlacht. Mit Bergen von Geschenken, Bestechungen und Gehaltversprechen versuchen die Agenten, den Trainer und dessen talentierten Schützling zu beeinflussen.

Während der junge Spieler sich auf die letzten Universitätsspiele konzentriert, erweist sich der Trainer als genauso unmoralisch wie die Klubverantwortlichen und täuscht alle Seiten, um möglichst viel Gewinn aus der Situation zu ziehen; dabei scheint ihm die Zukunft seines Schülers ebenfalls egal zu sein. Und plötzlich mischt sich auch die Familie des Studenten in die Verhandlungen ein, um ihren Anteil einzustreichen, obwohl sie bis dato wenig auf das Baseballspiel gegeben hatte.

I Will Buy You verleugnet also deutlich die edlen Seiten des Sports und die Menschlichkeit der Beteiligten und entblößt Baseball als unmoralisches Geschäft, bei dem jeder Zweck die Mittel heiligt und Geld jeden korrumpiert. Das Drehbuch erweist sich dabei allerdings auch als repetitiv und füllt seine zwei Stunden Spielzeit tatsächlich beinahe ausschließlich mit Verhandlungsszenen, was nur in seltenen Momenten Spannung generiert.

Kobayashis Werk profitiert jedoch enorm von seinen Darstellern, die facettenreich und überzeugend agieren und damit den Film tragen. So zählt die Figurenzeichnung dann ebenfalls zu den Stärken des Films, während die fehlende Tiefe des Plots auch durch einige melodramatische Ansätze nicht kaschiert werden kann.

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DAS GENRE

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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DIE ÄRA

In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

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DIE ÄRA

In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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