Das professionelle Auftreten der Beteiligten entwickelt sich schnell zur zweifelhaften Bieterschlacht. Mit Bergen von Geschenken, Bestechungen und Gehaltversprechen versuchen die Agenten, den Trainer und dessen talentierten Schützling zu beeinflussen.
Während der junge Spieler sich auf die letzten Universitätsspiele konzentriert, erweist sich der Trainer als genauso unmoralisch wie die Klubverantwortlichen und täuscht alle Seiten, um möglichst viel Gewinn aus der Situation zu ziehen; dabei scheint ihm die Zukunft seines Schülers ebenfalls egal zu sein. Und plötzlich mischt sich auch die Familie des Studenten in die Verhandlungen ein, um ihren Anteil einzustreichen, obwohl sie bis dato wenig auf das Baseballspiel gegeben hatte.
I Will Buy You verleugnet also deutlich die edlen Seiten des Sports und die Menschlichkeit der Beteiligten und entblößt Baseball als unmoralisches Geschäft, bei dem jeder Zweck die Mittel heiligt und Geld jeden korrumpiert. Das Drehbuch erweist sich dabei allerdings auch als repetitiv und füllt seine zwei Stunden Spielzeit tatsächlich beinahe ausschließlich mit Verhandlungsszenen, was nur in seltenen Momenten Spannung generiert.
Kobayashis Werk profitiert jedoch enorm von seinen Darstellern, die facettenreich und überzeugend agieren und damit den Film tragen. So zählt die Figurenzeichnung dann ebenfalls zu den Stärken des Films, während die fehlende Tiefe des Plots auch durch einige melodramatische Ansätze nicht kaschiert werden kann.