Berlin Alexanderplatz

Filmkritik: Berlin Alexanderplatz zählt zu den Glanzstücken deutscher Fernsehgeschichte. WDR und Bavaria boten Rainer Werner Fassbinder die Gelegenheit, den von ihm sehr geschätzten gleichnamigen Roman von Alfred Döblin in seiner ganzen Ausführlichkeit zu verfilmen: Auf satte 930 Minuten beläuft sich die Spielzeit von Fassbinders 14-teiligem Epos, dass das Leben eines gesellschaftlichen Außenseiters in der Weimarer Republik nachzeichnet. Wie [...]

Wildwechsel

Filmkritik: Weil Wildwechsel für das Fernsehen produziert wurde, besinnt sich Rainer Werner Fassbinder zurück auf seine Anfänge: Obwohl es bereits das vierzehnte Werk in der Filmografie des Ausnahmeregisseurs ist, erinnert die schlichte Bildgestaltung an Katzelmacher oder andere frühe Filme, ohne deren strengeren Formalismus zu übernehmen. Stattdessen verhandelt Wildwechsel einmal mehr typische Fassbinder-Themen. Auf einem Theaterstück basierend, skizziert der Regisseur [...]

Warum läuft Herr R. Amok?

Filmkritik: Warum läuft Herr R. Amok? zählt zu den Filmen, die ihrem Publikum das zumuten, was ihr Protagonist erlebt. In diesem Fall wird keine Geschichte erzählt, sondern letztlich eine lange Abfolge von nicht zusammenhängenden Szenen gezeigt - die Reihenfolge könnte nahezu beliebig vertauscht werden. Der Film lässt neunzig Minuten lang Nichtigkeiten und Banalitäten über sein Publikum regnen und positioniert [...]