Regie: Rainer Werner Fassbinder

Katzelmacher

Filmkritik: Rainer Werner Fassbinder drehte seine radikal reduzierte Gesellschaftskritik Katzelmacher in nur neun Drehtagen als Reaktion auf die gemischte Resonanz der Berlinale-Kritiker auf seinen Debütfilm Liebe ist kälter als der Tod und trat damit nachdrücklich den Beweis an, neben seiner Liebe für das große amerikanische Kino auch eigene Themen verarbeiten zu können. Mit den Mitteln seines Antiteaters, in [...]

Katzelmacher

Liebe ist kälter als der Tod

Filmkritik: Der Start einer Weltkarriere: 1969 erschien mit Liebe ist kälter als der Tod das erste Werk von Rainer Werner Fassbinder, der sich offen bei seinen Vorbildern bedient, im Kern jedoch bereits skizzenhaft jene Elemente und Motive einbaut, die ihn in den folgenden Jahren zu einem der führenden Autorenfilmer seiner Zeit werden ließen. Bereits im Vorspann verweist Fassbinder [...]

Liebe ist kälter als der Tod

Berlin Alexanderplatz

Filmkritik: Berlin Alexanderplatz zählt zu den Glanzstücken deutscher Fernsehgeschichte. WDR und Bavaria boten Rainer Werner Fassbinder die Gelegenheit, den von ihm sehr geschätzten gleichnamigen Roman von Alfred Döblin in seiner ganzen Ausführlichkeit zu verfilmen: Auf satte 930 Minuten beläuft sich die Spielzeit von Fassbinders 14-teiligem Epos, dass das Leben eines gesellschaftlichen Außenseiters in der Weimarer Republik nachzeichnet. Wie [...]

Berlin Alexanderplatz

Wildwechsel

Filmkritik: Weil Wildwechsel für das Fernsehen produziert wurde, besinnt sich Rainer Werner Fassbinder zurück auf seine Anfänge: Obwohl es bereits das vierzehnte Werk in der Filmografie des Ausnahmeregisseurs ist, erinnert die schlichte Bildgestaltung an Katzelmacher oder andere frühe Filme, ohne deren strengeren Formalismus zu übernehmen. Stattdessen verhandelt Wildwechsel einmal mehr typische Fassbinder-Themen. Auf einem Theaterstück basierend, skizziert der [...]

Wildwechsel

Warum läuft Herr R. Amok?

Filmkritik: Warum läuft Herr R. Amok? zählt zu den Filmen, die ihrem Publikum das zumuten, was ihr Protagonist erlebt. In diesem Fall wird keine Geschichte erzählt, sondern letztlich eine lange Abfolge von nicht zusammenhängenden Szenen gezeigt - die Reihenfolge könnte nahezu beliebig vertauscht werden. Der Film lässt neunzig Minuten lang Nichtigkeiten und Banalitäten über sein Publikum regnen und positioniert [...]

Warum läuft Herr R. Amok?