So kann es gehen: Nachdem der Filmproduzent Walter Wanger eine viermonatige Haftstrafe absolviert hatte, realisierte er ein Gefängnisdrama, um die Zustände in den amerikanischen Gefängnissen zu kritisieren und gewann Genrefilmspezialist Don Siegel für die Regie.

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Filmkritik:

Als B-Movie hat Terror in Block 11 keine großen Schauwerte aufzuweisen, keine Stars in petto und zu wenig Zeit, um seine Geschichte mit vielen Nuancen zu erzählen, doch in seinem eng gesteckten Rahmen funktioniert Siegels Film gut: Die schweren, unsozialen Haftbedingungen in amerikanischen Gefängnissen werden über die verzweifelten Häftlinge bebildert und ihr Aufstand sorgt für Dynamik und Kurzweil.

Weil Terror in Block 11 keine klassische Hauptfigur aufweist und mit dokumentarischem Einschlag geschildert wird, stützt sich die Figurenzeichnung auf Archetypen, doch das ist in Ordnung, weil das Drehbuch von Anfang an klar macht, dass es auf beiden Seiten der Gitterstäbe gute und böse Menschen gibt und zahlreiche Nebenfiguren zumindest über jeweils ein, zwei Dialogzeilen charakterisiert werden, wodurch der Film die Vielfalt der Häftlinge dokumentiert.

Das letzte Viertel des Films steigert die Spannungskurve geschickt und verfügt über ein gelungenes Ende, lässt das Publikum zudem mit moralischen und gesellschaftlichen Fragen zurück – welche Rechte sollten Häftlingen zustehen und wie kann Schuld bemessen werden?

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DIE ÄRA

In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

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In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

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Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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ÜBER DEN KRITIKER

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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