Als B-Movie hat Terror in Block 11 keine großen Schauwerte aufzuweisen, keine Stars in petto und zu wenig Zeit, um seine Geschichte mit vielen Nuancen zu erzählen, doch in seinem eng gesteckten Rahmen funktioniert Siegels Film gut: Die schweren, unsozialen Haftbedingungen in amerikanischen Gefängnissen werden über die verzweifelten Häftlinge bebildert und ihr Aufstand sorgt für Dynamik und Kurzweil.
Weil Terror in Block 11 keine klassische Hauptfigur aufweist und mit dokumentarischem Einschlag geschildert wird, stützt sich die Figurenzeichnung auf Archetypen, doch das ist in Ordnung, weil das Drehbuch von Anfang an klar macht, dass es auf beiden Seiten der Gitterstäbe gute und böse Menschen gibt und zahlreiche Nebenfiguren zumindest über jeweils ein, zwei Dialogzeilen charakterisiert werden, wodurch der Film die Vielfalt der Häftlinge dokumentiert.
Das letzte Viertel des Films steigert die Spannungskurve geschickt und verfügt über ein gelungenes Ende, lässt das Publikum zudem mit moralischen und gesellschaftlichen Fragen zurück – welche Rechte sollten Häftlingen zustehen und wie kann Schuld bemessen werden?