Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß schildert einen Tag im Leben einer Frau, vom Morgen bis zu Abend. Anhand dieses in sich geschlossenen Porträts dokumentiert Jean-Luc Godard den Stand der modernen westlichen Konsumgesellschaft und kommt gewohnt kritisch zu einem Ergebnis: Wer konsumieren will, muss sich prostituieren.

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Filmkritik:

Dass die Protagonistin dies hier ab und an, für ein schönes Kleid oder neuen Schmuck, im Wortsinne tut, sollte dabei nicht ablenken, denn wie so oft bei Godard steht das Geschehen auf der visuellen Ebene eher beispielhaft für deutlich weiter gefasste Vorgänge. Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß funktioniert über zwei verschiedene Ebenen: Vordergründig betrachten wir die Handlung um die Protagonistin Juliette.

Wie gewohnt nutzt Godard kaum Mittel des Erzählkinos, sondern dokumentiert relativ nüchtern und sachlich, wie Juliette ihren Tag verbringt und zeigt sie in Alltagssituationen, die in anderen Filmen wohl auf dem Boden des Schneideraums gelandet wären. Auf einer zweiten Ebene kommentiert der Franzose das Geschehen dann: Direkt aus dem Off heraus, wo er Anmerkungen einfließen lässt, das Geschehen hinterfragt oder wieder einmal die vierte Wand durchbricht und seine Protagonistin direkt interviewt.

Da Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß im Grunde keinerlei klassische Figurenzeichnung enthält und auf narrative Elemente verzichtet, richtet sich das Werk aus Godards politischer Phase eher an Zuschauer, die bereits zu den Fans des Franzosen zählen. Als Einstiegsfilm eignet sich Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß eher weniger gut.

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DER REGISSEUR

Mit seinem Debütfilm Außer Atem schrieb Jean-Luc Godard Kinogeschichte und setzte die Nouvelle Vague in Gang. Der ehemalige Filmkritiker prägte das Medium Film nachhaltig: Seine postmoderne Erzählweise und innovativen Inszenierungen, seine beißende Gesellschaftskritik und Essayfilme wurden bewundert, diskutiert und kopiert. Allein in den Sechziger Jahren drehte Godard 15 Werke, von denen die meisten inzwischen fest zum Kanon der Filmgeschichte gehören.

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DER REGISSEUR

Jean-Luc Godard

Mit seinem Debütfilm Außer Atem schrieb Jean-Luc Godard Kinogeschichte und setzte die Nouvelle Vague in Gang. Der ehemalige Filmkritiker prägte das Medium Film nachhaltig: Seine postmoderne Erzählweise und innovativen Inszenierungen, seine beißende Gesellschaftskritik und Essayfilme wurden bewundert, diskutiert und kopiert. Allein in den Sechziger Jahren drehte Godard 15 Werke, von denen die meisten inzwischen fest zum Kanon der Filmgeschichte gehören.

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DIE STRÖMUNG

Die Nouvelle Vague wischte die altmodischen „Filme der Väter“ beiseite und entwickelte das moderne Kino. Erstmals beschäftigten sich Filme selbstreferenziell mit sich selbst, anstatt lediglich Geschichten mit Bildern zu erzählen. Mit der Generalüberholung von Inszenierung, Schnitt und Erzählweise legte die Nouvelle Vague die Grundlagen unserer heutigen postmodernen Filme, Musikvideos und Werbespots.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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