Détective

Filmkritik: 1985 veröffentlicht, stellt Détective Godards letzten konventionellen Spielfilm dar, bevor er sich vermehrt mit Werken über die Filmgeschichte und kleineren Parts von Episodenfilmen beschäftigte. Détective ist ein überaus postmoderner Film geworden, der beinahe ausschließlich in einem Hotel spielt und von diversen Figuren bevölkert wird, deren Werdegang in diversen Episoden gezeigt wird. Ein Interesse an realistischen Geschichten beweist [...]

Vorname Carmen

Filmkritik: "Um einen Film zu machen, genügen eine Waffe und ein Mädchen.", hat Godard einmal gesagt. Mit Vorname Carmen lässt er in einer sehr freien Adaption der weltberühmten Oper Carmen den Worten Taten folgen und schildert im wohl ungezügeltsten Film seines Spätwerks die Geschichte einer Femme Fatale, die einem Bankwachmann den Kopf verdreht und ins Verderben führt. Wirkten [...]

Passion (1982)

Filmkritik: Zwei Jahre nach seinem Comeback mit Rette sich, wer kann (das Leben) veröffentlichte Jean-Luc Godard seinen nächsten Film Passion und schildert in gewohnt unzusammenhängendem, episodischem Stil nicht vorankommende Dreharbeiten zu einem Film, in dem ein polnischer Regisseur versucht, bedeutende Gemälde nachzustellen, also sogenannte Tableau Vivants in Filmform zu präsentieren. Ein Film von Godard aus den Achtziger Jahren [...]

Rette sich, wer kann (das Leben)

Filmkritik: Ein Neustart im Jahr 1980: Jean-Luc Godard kehrte mit Rette sich, wer kann (das Leben) aus seinem ideologischen Exil, in das er sich mehr als zehn Jahre lang begeben hatte, um mit der Group Dziga Vertov ein nichtkommerzielles, politisches Kino zu schaffen, in das "Kino des Systems", dem er abgeschworen hatte, zurück. Der Geist des Mais 1968 [...]

Alles in Butter

Filmkritik: Zum Ende der Sechziger Jahre hin wandte sich Jean-Luc Godard endgültig vom kommerziellen Kino ab, da er seiner Auffassung nach das kapitalistische System nicht mehr von innen heraus mit eigenen Waffen schlagen konnte, und gründete die Groupe Dziga Vertov, um effektiver und unabhängiger Gesellschaftskritik üben zu können. Eine kleine Ausnahme dieser Produktionsphase stellt Alles in Butter dar, [...]

Weekend

Filmkritik: Weekend zählt zu den radikalsten Werken im Schaffen von Jean-Luc Godard und beschreibt eine Gesellschaft, die sich in Auflösung befindet. Jede Interaktion zwischen den Menschen ist geprägt durch Misstrauen, das sich in Aggressionen und Gewalt entlädt. Dabei macht das episodenhafte Road-Movie auch vor seinem Publikum nicht Halt: Nach einer so düster wie intimen, an Werke von Ingmar [...]

Die Chinesin

Filmkritik: Wie schon in den vorangegangenen Werken von Jean-Luc Godard, erweist sich auch Die Chinesin als überaus politischer Film, der keine klassische Narration aufbaut, sondern episodenhaft und dokumentarisch Szenen zeigt, in denen die Protagonisten politische Thesen aufstellen und diskutieren. Lose auf einem Dostojewski-Roman basierend, entwirft der französische Filmemacher in seinem Porträt einer fünfköpfigen Studentenkommune einen Diskussionsraum im Wortsinne, [...]

Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß

Filmkritik: Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß schildert einen Tag im Leben einer Frau, vom Morgen bis zu Abend. Anhand dieses in sich geschlossenen Porträts dokumentiert Jean-Luc Godard den Stand der modernen westlichen Konsumgesellschaft und kommt gewohnt kritisch zu einem Ergebnis: Wer konsumieren will, muss sich prostituieren. Dass die Protagonistin dies hier ab und an, [...]

Made in USA

Filmkritik: Nachdem sich Jean-Luc Godard bereits in vorherigen Filmen an die Grenzen von Narration und Genreregeln vorgewagt hatte, sprengt er diese mit Made in USA regelrecht - und scheitert grandios. Ironischerweise beweist der Franzose mit seinem Film den Sinn von den filmischen Konventionen, denen er abgeschworen hat. Es mag auch mit den Produktionsbedingungen zu tun haben, dass Made [...]

Maskulin – Feminin

Filmkritik: Maskulin - Feminin war das erste Werk von Jean-Luc Godard, das dieser nach dem Abschluss der von ihm selbst als "romantisch" bezeichnete Schaffensphase drehte. Auf seinen bemerkenswerten Farbfilm Elf Uhr nachts folgte wieder einmal gänzlich Gegenteiliges: Erneut drehte der Franzose in Schwarz-Weiß und in 4:3 statt in Cinemascope und 21:9; erneut verzichtete er komplett auf eine Handlung [...]