1985 veröffentlicht, stellt Détective Godards letzten konventionellen Spielfilm dar, bevor er sich vermehrt mit Werken über die Filmgeschichte und kleineren Parts von Episodenfilmen beschäftigte.

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Filmkritik:

Détective ist ein postmoderner Film geworden, der beinahe ausschließlich in einem Hotel spielt und von mehreren Hauptfiguren bevölkert wird, deren Werdegang in diversen Episoden gezeigt wird. Ein Interesse an realistischen Geschichten beweist Godard derweil nicht. Wie schon in seinem vorherigen Werk Vorname Carmen überspitzt Détective das Geschehen völlig. Der Clou des Films besteht darin, klassische Figurentypen und Plotideen wild durcheinander zu würfeln, in einen grobe, Film Noir-artige Geschichte zu pressen und mit ausgeprägter Skurrilität zu untermalen.

Das Drehbuch beinhaltet unter anderem einen Boxer und seinen Manager, eine Prinzessin, einen Mafioso und zwei Detektive. Sie alle haben ihre Probleme, doch gelöst werden die wenigsten davon, denn auch daran scheint Godard keinerlei Interesse zu haben. Während die Detektive mit einem Mordfall ihrer Vergangenheit hadern (von dem immer wieder gesprochen wird, ohne dem Zuschauer wirklich etwas davon mitzuteilen), hat sich der Boxer vorgenommen, unbedingt Tiger Jones schlagen zu wollen (der Haken: Er selbst ist Tiger Jones), während sein Manager Schulden bei der Mafia (und scheinbar auch überall sonst) loswerden muss und die Prinzessin der Bahamas mit dem Boxer durchbrennen möchte.

Die schrägen Vögel und die seltsamen Dialoge sorgen schnell dafür, dass sich nicht nur die Protagonisten, sondern auch das Publikum reichlich verwirrt fühlt; Kohärenz ist in Détective kaum zu finden, sodass der geneigte Godard-Fan viel Spaß an intertextuellen Verweisen haben muss, um den Film genießen zu können. Dass Godard seine Figuren ständig aus Büchern zitieren lässt, macht den Film allerdings nicht wirklich unterhaltsamer.

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DER REGISSEUR

Mit seinem Debütfilm Außer Atem schrieb Jean-Luc Godard Kinogeschichte und setzte die Nouvelle Vague in Gang. Der ehemalige Filmkritiker prägte das Medium Film nachhaltig: Seine postmoderne Erzählweise und innovativen Inszenierungen, seine beißende Gesellschaftskritik und Essayfilme wurden bewundert, diskutiert und kopiert. Allein in den Sechziger Jahren drehte Godard 15 Werke, von denen die meisten inzwischen fest zum Kanon der Filmgeschichte gehören.

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DER REGISSEUR

Jean-Luc Godard

Mit seinem Debütfilm Außer Atem schrieb Jean-Luc Godard Kinogeschichte und setzte die Nouvelle Vague in Gang. Der ehemalige Filmkritiker prägte das Medium Film nachhaltig: Seine postmoderne Erzählweise und innovativen Inszenierungen, seine beißende Gesellschaftskritik und Essayfilme wurden bewundert, diskutiert und kopiert. Allein in den Sechziger Jahren drehte Godard 15 Werke, von denen die meisten inzwischen fest zum Kanon der Filmgeschichte gehören.

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Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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