The Counselor

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

The Counselor kann sich mit vielen großen Namen schmücken: Mit Brad Pitt und Michael Fassbender, Javier Bardem, Cameron Diaz und Penelope Cruz vor der Kamera, mit Ridley Scott als Regisseur und mit Pulitzerpreisträger Cormac McCarthy, der einst die Romanvorlage zum großartigen No Country For Old Man schrieb und nun direkt ein Drehbuch verfasste. Und gerade wegen all dieser Namen, die immer mal wieder ihre Stärken abrufen, ist The Counselor nicht so richtig schlecht, sondern lediglich recht seltsam. Und damit kann sich der Film zumindest schon mal von der Masse abheben.

Zumindest, wenn die Erwartungshaltung des Zuschauers stimmt: So werden all jene enttäuscht werden, die einen Thriller erwarten. The Counselor gibt sich keinerlei Mühe, Spannung zu erzeugen und kommt eher als ein shakespeareskes Bühnenstück in modernem Gewand daher, ein in (zu) stylische Bilder getauchtes Drama, bei dem bereits in den ersten Momenten klar wird, dass die Figuren ein unschönes Ende bevorsteht. Die Fatalität, mit der McCarthys Script darauf hinarbeitet, erinnert daher auch an klassische Film Noirs, die allerdings nicht die Theatralik aufweisen, mit der The Counselor seine Dialoge anreichert.

Die vielen Worte sind hier das Salz in der Suppe und der Hauptgrund für die Obskurität des Films: Einige Dialoge scheinen aus den allerschlechtesten B-Movies zusammengeklaubt worden zu sein und degradieren die Figuren gnadenlos zu lächerlichen Klischees, kratzen bedenklich an der Atmosphäre. Und doch gibt es auch einige Szenen – insbesondere einen famosen Monolog in den letzten Minuten -, die das Geschehen und seine Protagonisten derart konsequent auf „larger than life“ bürsten, dass es schon wieder einigen Spaß bereitet und eine magisch-entrückte Wirkung generiert. So pendelt The Counselor letztlich ständig zwischen B-Movie und großem Theater, zwischen Trash und Tragik, was nicht wirklich gelungen wirkt, aber seltsam genug erscheint, um zumindest interessant zu sein.

Handlung:

Weil er frisch verliebt ist und der bildschönen Frau seiner Träume ein gutes Leben bieten will, lässt sich ein Anwalt von seinem ehemaligen Klienten Reiner überreden, bei einem undurchsichtigen Drogendeal einzusteigen. Bei Erfolg soll er 20 Millionen Dollar einbringen. Bei Misserfolg müssen alle Beteiligten die Rache der mexikanischen Drogenkartelle fürchten. Und der Deal geht schief. Fortan heißt es: Jeder kämpft für sich selbst. Gewinnen kann nur, wer ruchloser und abgebrühter ist als die anderen…

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-16T16:53:12+00:00

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