Woody, der Unglücksrabe

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

Beinahe fünfzig Jahre umfasst Woody Allens Karriere als Autorenfilmer und mit Woody, der Unglücksrabe fing alles an. Dabei setzt der zuvor als Standup-Komiker tätige Filmemacher auf seine Stärken und nutzt den lose zusammenfabulierten Plot eher als Vehikel für zahllose Gags und Ideen. Im Stil einer Mockumentary schildert Woody, der Unglücksrabe als angeblicher Dokumentarfilm die verpatzte Verbrecherkarriere seines Protagonisten Virgil Starkwell, den Allen selbst spielt.

Dabei kommen „Zeitzeugen“ wie seine Eltern zu Wort und wir erfahren, dass es dem Vater trotz zahlreicher Versuche, „Jesus in den Jungen reinzuprügeln“ verwunderlicherweise nicht gelungen ist, Virgil zu erziehen. Neben den kurzen Interviewsequenzen reiht Allen die volle Vielfalt der Komödienelemente aneinander – Wortspielereien und Dialogwitz, gefolgt von Slapstickeinlagen und Situationskomik, abgerundet durch Absurditäten und Running Gags.

Die inhaltliche Geschlossenheit späterer Werke erreicht Woody, der Unglücksrabe nicht und entwickelt seine Figur auch kaum, weil sich Allen vollends auf die Witze konzentriert; doch da diese funktionieren und die Laufzeit des Films lediglich 80 Minuten beträgt, erweist sich Allens Debüt als beschwingt und kurzweilig.

Handlung:

Wer ist Virgil Starkwell? Diese Frage stellt ein Reporterteam, das Zeitzeugen aus Virgils unruhigem Leben befragt, um ein Porträt des zu 800 Jahren Knast verurteilten und zum ‚Verbrecher des Jahres‘ gekürten Mannes zu erstellen. Denn eigentlich taugt er als Gangster ebenso wenig wie ein Maulwurf als Blindenhund. Er versagt beim Entwurf von Fluchtwaffen genauso wie beim Versuch eine Bank zu überfallen oder sich als Taschendieb zu etablieren. Nur ein einziges Mal hat der unverbesserliche Pechvolgel Virgil Glück: Bei einem Überfall lernt er die hübsche Louise kennen und schon bald läuten die Hochzeitsglocken. Mit einem großen Coup will er nun die gemeinsame Zukunft sichern…

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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