Das Schweigen zählt wohl zu den bekanntesten Werken von Ingmar Bergman und sorgte Zeit seines Erscheinens wegen der für damalige Verhältnisse offenherzige Darstellung von Sexualität für handfeste Skandale.

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Filmkritik:

Vor allem aber ist Das Schweigen ein typischer Bergman: Er etabliert schnell eine bleierne, schwermütige Atmosphäre und überzeugt mit seiner expressiven Bildgestaltung, die hier eine latent obskure, kafkaeske Welt in Szene setzt, in der die Figuren regelrecht gefangen wirken.

Vieles scheint hier im Argen zu liegen; der Film heißt nicht ohne Grund Das Schweigen – es wird weniger gesprochen als in anderen Werken des Regisseurs, der Plot bleibt rudimentär, entwickelt sich langsam und fragmentarisch. Die Aufgabe des Zuschauers scheint es zu sein, das Schweigen zwischen den Protatgonisten zu ergründen, wobei die ausgezeichneten Darsteller tatkräftig mithelfen.

Interessant fällt die Spannungskurve aus, die keiner klaren Linie zu folgen scheint und recht schwankend verläuft, was den Film unvorhersehbar macht. Das Ende fällt ein wenig abrupt aus, lässt aber viel Raum für eigene Gedanken. Wer die Welt von Ingmar Bergman erkunden will, findet hier einen guten Einstiegsfilm. Wenn es weniger mysteriös sein soll, empfehle ich jedoch eher Das siebente Siegel.

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DER REGISSEUR

In seinen 38 Spielfilmen erforschte Ingmar Bergman die dunklen Seiten der menschlichen Psyche – Sex und Tod, Glaube und Hass nehmen zentrale Plätze im Schaffen des Schweden ein. Die düsteren Bilder unterstreichen diese Themenwahl nachhaltig und vermitteln oft eine Stimmung existenzieller Krisen. 1997 erhielt Bergman bei den Filmfestspielen in Cannes einen Sonderpreis als „bester Regisseur aller Zeiten“.

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In seinen 38 Spielfilmen erforschte Ingmar Bergman die dunklen Seiten der menschlichen Psyche – Sex und Tod, Glaube und Hass nehmen zentrale Plätze im Schaffen des Schweden ein. Die düsteren Bilder unterstreichen diese Themenwahl nachhaltig und vermitteln oft eine Stimmung existenzieller Krisen. 1997 erhielt Bergman bei den Filmfestspielen in Cannes einen Sonderpreis als „bester Regisseur aller Zeiten“.

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DAS GENRE

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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