Der schwarze Spiegel

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Filmkritik:

Der schwarze Spiegel unterscheidet sich mit seiner unkonventionellen Story um zwei gegensätzliche Schwestern erfrischend von vielen Film Noirs: Statt harten Gangstern und korrupten Polizisten dreht sich der Film ausschließlich um die beiden äußerlich identischen, aber innerlich völlig verschiedenen Schwestern, von denen eine vielleicht eine Mörderin ist.

Dabei geht es Der schwarze Spiegel gar nicht so sehr um Psychologisierungen seiner beiden Figuren, deren Charakterzeichnung oberflächlich und offensichtlich ausfällt; zudem gestaltet sich der Plot recht simpel und nicht wirklich glaubwürdig. Seinen Reiz zieht Robert Siodmaks Werk vor allem aus seinem B-Movie-Charme und der famosen Leistung von Olivia de Havilland, die ihre Doppelrolle wunderbar nuanciert und als A-Schauspielerin den gesamten Film trägt.

Zu gefallen weiß auch die düstere Bildgestaltung, die Siodmak absolut mustergültig in Szene setzt – so hat ein Film Noir auszusehen. Neben dem Spiel mit Licht und Schatten hat mir vor allem das Setdesign gefallen, das stark auf eine Differenzierung der beiden Schwestern ausgelegt zu sein scheint. Im Finale generiert Der schwarze Spiegel dann auch endlich etwas Spannung und weiß durchaus zu überraschen, was den Film dann positiv abrundet und zu einem sehenswerten Film Noir macht, der zwar nicht zu den besten Werken der schwarzen Serie zählt, aber zu unterhalten weiß und Charme hat.

Handlung:

Doktor Perada wird ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Ein scheinbar klarer Fall für Lieutenant Stevenson, denn mehrere Augenzeugen haben die junge Terry Collins beim Verlassen der Wohnung des Opfers zur Tatzeit beobachtet. Doch Terry, die mit dem angesehenen Arzt angeblich ein Verhältnis hatte, kann ein perfektes Alibi vorweisen. Als der Lieutenant daraufhin nochmals die Wohnung aufsucht, erwartet ihn eine Überraschung: Terrys Zwillingsschwester. Zusammen mit Psychiater Scott Elliott versucht Stevenson, dem Verbrechen auf den Grund zu gehen.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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