Der unsichtbare Dritte zählt zu den bekanntesten Klassikern von Alfred Hitchcock und stellt meiner Meinung nach den unterhaltsamsten Film des Meisterregisseurs dar. Zudem eignet sich der beschwingte Verschwörungskrimi auch wunderbar als Einstiegsfilm in das Oeuvre des Briten, da er viele Motive und Charakteristiken von Hitchcock vereint.

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Filmkritik:

Vor allem passiert unheimlich viel in diesem Film, der jegliche Exposition direkt überspringt und bereits in der ersten Minute die Entführung des Protagonisten zeigt. Bereits hier offenbart sich Hitchcocks schallender Humor, der sich im weiteren Verlauf in allerhand möglichen und unmöglichen Szenen niederschlägt und als eifriger Verfolgungs- und Mordreigen inszeniert ist und durch die herrlich schlagfertigen Dialoge ergänzt wird.

Dabei profitiert Der unsichtbare Dritte auch noch von Hauptdarsteller Carey Grant, der absolut perfekt in seiner Rolle auftritt – einerseits mit enormen komödiantischem Talent ausgestattet, aber auch mit genug Charisma, um die Balance zum Ernst und zur Spannung zu wahren.

Davon bietet Der unsichtbare Dritte jede Menge, vor allem in puncto des klassischen hitchcock’schen Suspense, das den Film durchzieht. Die insgesamt mehr als sieben Minuten währenden Szenen des in einer ländlichen Einöde auf ein Geheimagententreffen wartenden Protagonisten bieten pure Kinogeschichte – dramaturgisch perfekt akzentuiert und handwerklich famos, beweist Hitchcock hier seinen ausgeprägten Stilwillen.

Genau dieser Formalismus erweist sich letztlich als ironischer Clou von Der unsichtbare Dritte, der erst nach vielen falschen Fährten und roten Heringen offenbart, dass es herzlich wenig gibt, um das sich die Handlung dreht – und wieder schlägt Hitchcocks Humor durch, wenn er seinen MacGuffin noch zusätzlich entwertet, weil dessen Auflösung von röhrenden Flugzeugmotoren übertönt wird und alle Protagonisten Bescheid wissen, nur das Publikum nicht.

Der unsichtbare Dritte definiert das Label „Zeitloser Klassiker“ und zählt zu Hitchcocks besten Werken, ist ein Musterexemplar für das Schaffen der Regieikone.

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DER REGISSEUR

Alfred Hitchcock ist wohl der bekannteste Regisseur der Welt. Diesen Ruf erwarb sich der Brite mit einer cleveren Selbstvermarktung, aber auch durch unzählige Meisterwerke. Im Lauf seiner 50-jährigen Karriere sicherte sich Hitchcock eine größtmögliche künstlerische Freiheit und schuf dank seiner handwerklichen Brillanz fesselnde Krimis und Thriller, die ihm den Beinamen „Master Of Suspense“ einbrachten.

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Alfred Hitchcock ist wohl der bekannteste Regisseur der Welt. Diesen Ruf erwarb sich der Brite mit einer cleveren Selbstvermarktung, aber auch durch unzählige Meisterwerke. Im Lauf seiner 50-jährigen Karriere sicherte sich Hitchcock eine größtmögliche künstlerische Freiheit und schuf dank seiner handwerklichen Brillanz fesselnde Krimis und Thriller, die ihm den Beinamen „Master Of Suspense“ einbrachten.

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DAS GENRE

Ähnlich wie der Actionfilm basiert auch das Thriller-Genre nicht auf inhaltlichen, sondern auf formalen Gesichtspunkten. Eine größtmögliche, im Optimalfall konstant gehaltene Spannung ist das Ziel. Dafür bedienen sich Thriller in der Regel einer konkreten Bedrohungslage. Wird die Gefahr überwiegend über Andeutungen und Suspense transportiert, findet gerne der Terminus Psychothriller Anwendung.

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Foto von Tom Schünemann, dem Kritiker von Filmsucht.org

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Tom Schünemann

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Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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