Die Spur des Schreckens

Ein Film von Edward Yang

Genre: Drama

 

 | Erscheinungsjahr: 1986

 | Jahrzehnt: 1980 - 1989

 | Produktionsland: Taiwan

 

Die Spur des Schreckens zieht sich quer durch Taipeh und verbindet unerkannt und ungewollt eine Handvoll Menschen miteinander. Drehbuchautor und Regisseur Edward Yang lässt sich die Lebenswege seiner Protagonisten kreuzen und beobachtet anhand dieser natürlich wirkenden Versuchsanordnung, wie das Leben der Menschheit in einer Großstadt funktioniert.

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Filmkritik:

Trotz der postmodernen Narration, die einzelne Handlungsstränge zeigt, übergangsweise zwischen ihnen immer mal wieder einen Blick auf das Gesamtbild – oder zumindest eine Art flüchtige Collage – wirft und dann wieder in die Details der Protagonisten abtaucht, verkommt Die Spur des Schreckens nicht zum klassischen Episodenfilm, sondern behält letztlich eine geschlossene Form.

Dabei gefällt Yangs Drama vor allem mit seiner angenehm zurückhaltenden Tonalität und der gänzlich unprätentiösen Herangehensweise. Die Spur des Schreckens gelingt es, dem Publikum einen immer umfassender werdenden Einblick in das Leben und die Gefühlswelten seiner Charaktere zu geben, ohne zu konzeptbezogen oder verkopft zu wirken.

So funktioniert Yangs Drama sowohl auf intellektueller, als auch auf emotionaler Basis: Mit etwas Geduld seitens des Zuschauers gibt er Anlass zum Schmunzeln und zum Traurigsein, beschäftigt letztlich weit über den Abspann hinaus.

★★★★☆☆

1980 – 1989

Nach zwei Jahrzehnten, die sich zunehmend auf anspruchsvolle Werke fokussierten, fand in den Achtziger Jahren ein Umschwung statt. Genrefilme erlebten ein Comeback und Hollywood setzte zunehmend auf aufwendige Blockbuster. Das Unterhaltungskino begann, die Kinolandschaft zu dominieren.

Drama

Der Dramabegriff dient als Auffangbecken für Filme, die sich keinem spezifischerem Genre zuordnen lassen. Dementsprechend viele Schattierungen ergeben sich: vom Sozial- über das Gesellschaftsdrama, das Melodram und die Tragikomödie. Die Gemeinsamkeiten dieser Subgenres liegen in realistischen, konfliktreichen Szenarien und einer Konzentration auf die Figuren.