Die Spur des Schreckens

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

Die Spur des Schreckens zieht sich quer durch Taipeh und verbindet unerkannt und ungewollt eine Handvoll Menschen miteinander. Drehbuchautor und Regisseur Edward Yang lässt sich die Lebenswege seiner Protagonisten kreuzen und beobachtet anhand dieser überaus natürlich wirkenden Versuchsanordnung, wie das Leben der Menschheit in einer Großstadt funktioniert.

Trotz der postmodernen Narration, die einzelne Handlungsstränge zeigt, übergangsweise zwischen ihnen immer mal wieder einen Blick auf das Gesamtbild – oder zumindest eine Art flüchtige Collage – wirft und dann wieder in die Details der Protagonisten abtaucht, verkommt Die Spur des Schreckens nicht zum klassischen Episodenfilm, sondern behält letztlich eine geschlossene Form.

Dabei gefällt Yangs Drama vor allem mit seiner angenehm zurückhaltenden Tonalität und der gänzlich unprätentiösen Herangehensweise. Die Spur des Schreckens gelingt es, dem Publikum einen immer umfassender werdenden Einblick in das Leben und die Gefühlswelten seiner Charaktere zu geben, ohne zu konzeptbezogen oder verkopft zu wirken.

So funktioniert Yangs Drama sowohl auf intellektueller, als auch auf emotionaler Basis: Mit etwas Geduld seitens des Zuschauers gibt er Anlass zum Schmunzeln und zum Traurigsein, beschäftigt letztlich weit über den Abspann hinaus.

Handlung:

Nach dem Tod seines Vorgesetzten beschuldigt ein Arzt einen Kollegen, damit er der Nachfolger auf dem Chefsessel wird. Dessen Ehefrau, eine Schriftstellerin, steckt währenddessen in einer Midlife-Crisis und leidet außerdem an einer Schreibblockade. Gleichzeitig fotografiert ein Mann zufällig ein Mädchen, das nach einem Verbrechen von einem Tatort flieht, und er wird von ihr besessen. Das Mädchen wird von seiner Mutter zu Hause in ihrem Zimmer eingesperrt, was dazu führt, dass sie nun Telefonstreiche macht – was wiederum das Leben des Arztes und seiner Frau beeinflusst.

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-15T23:20:19+00:00

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