Laura

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Filmkritik:

Laura stellt das Meisterstück von Regisseur Otto Preminger dar und ist ein ungewöhnlicher Film Noir: Zwar bietet Premingers Werk einige sehenswerte Bildkompositionen, konzentriert sich jedoch längst nicht so stark wie andere Vertreter des Film Noir auf eine düstere Optik und nutzt eine klassische High-Key-Beleuchtung.

Stattdessen fällt Laura überraschend unterhaltsam und amüsant aus, breitet seine Konstellation aus einander nicht unbedingt freundlich gesonnenen Figuren genüsslich vor dem Zuschauer aus und glänzt mit vielen herrlich bissigen, gerne auch mal sarkastischen Dialogen und Kommentaren, mit denen diese sich gegenseitig bedenken. Die wunderbaren Darsteller tragen großen Anteil an dem hohen Unterhaltungsgrad – vor allem Clifton Webb glänzt mit einem wunderbaren Snobismus.

Trotz der schmissigen Dialoge treten die Krimiaspekte nicht in den Hintergrund, denn Premingers clevere Inszenierung rückt Laura stets in das Zentrum des Films und drapiert die noch lebenden Figuren lediglich um sie herum. Ahnlich wie in Hitchcocks Rebecca erscheint die Tote durchgehend präsent: Ein Porträt von Laura beherrscht ihre Wohnung, jeder Dialog kreist um sie, die Männer begehren, die Frauen bewundern sie. Der Zuschauer kann gar nicht anders, als sich ebenfalls ein Bild von ihr zu machen.

Zum Ende hin baut sich dann auch immer deutlicher eine ansteigende Spannungskurve auf, die im Finale einlöst, was sie verspricht und Laura wunderbar abrundet. Dabei überdeckt der Film auch die Anachronismen (als Beispiel sei hier die seltsame Perspektive des Voice-Over-Erzählers genannt) und stellt letztlich vielleicht den spaßigsten Noir der Kinogeschichte dar.

Handlung:

Der clevere Detective Mark McPherson ermittelt im Fall des Mordes an Laura Hunt, einer attraktiven Werbemanagerin. Er verdächtigt sowohl ihre Tante als auch ihren Geliebten und einen mit ihr befreundeten Kolumnisten. Während sie sich gegenseitig verdächtigen und dem Detective gegenüber Vermutungen streuen, steht diesem seine größte Bewährungsprobe noch bevor…

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-16T12:59:02+00:00

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