Stephen Kings ES

Regie: | Jahrzehnt: | Genre: ,


Filmkritik:

Mit Stephen Kings ES adaptierte das amerikanische Fernsehen eine der bekanntesten und besten Geschichten von Stephen King und widmet dem umfangreichen Roman immerhin ganze drei Stunden, was es ermöglicht, sich trotz vieler Kürzungen an den Kern der Vorlage zu halten.

Dafür muss der Film allerdings seine Dramaturgie opfern: In beinahe jeder Szene lässt Stephen Kings ES in irgendeiner Form das Böse auf seine Protagonisten los und wirkt dabei recht atemlos und letztlich zu uninspiriert, weil die Zwischentöne des Romans fehlen. Zudem können zwar die gute musikalische Untermalung und der wunderbare Tim Curry als diabolischer Clown Pennywise überzeugen, doch Atmosphäre mag nicht so recht aufkommen; zu schlicht wird das Geschehen präsentiert und zu sehr wurden die Horrorelemente auf das Märchenhafte reduziert, um eine jüngere Zielgruppe ansprechen zu können, anstatt Erwachsenen das Fürchten zu lehren.

So unterhält Stephen Kings ES auf solide Art und Weise, erreicht aber weder die Qualitäten des Romans, noch kann er mit Atmosphäre, Spannung oder Schauwerten glänzen, weil er als TV-Film über zu geringe Produktionskapazitäten verfügt, was sich auch im zu schlichten Finale bemerkbar macht.

Handlung:

In Derry, Maine, geht es nicht mit rechten Dingen zu. Ständig verschwinden Kinder, so auf der kleine George, Bruder von Bill Denbrough, der nach und nach sechs andere Kinder um sich schart. Sie alle haben Probleme, und so nennen sie sich „Klub der Verlierer“. Nachdem sie sich gegenseitig von ihren verstörenden Erlebnissen erzählt und festgestellt haben, dass ein namenloses Monster alle dreißig Jahre die Kinder von Derry heimsucht, wagen sie den Kampf mit dem uralten Geschöpf… dreißig Jahre später haben sie alle Ereignisse ihrer Kindheit vergessen und sind aus Derry weggezogen. Dann ruft einer von ihnen die anderen an: ES ist zurück! Sie müssen als Erwachsene zu Ende bringen, was sie als Kinder begonnen haben.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-16T16:21:30+00:00

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