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Stephen Kings ES

Ein Film von 
Genres: Fantasyfilm, Horrorfilm | Erscheinungsjahr: 1990 | Jahrzehnt: 1990 - 1999 | Produktionsland: USA
Stephen Kings ES zählt zu den bekanntesten und besten Romanen des meistverkauften Horrorautors der Literaturgeschichte. Der ersten Verfilmung des umfangreichen Werkes gelingt es gut, Faszination für den oft als Clown in Erscheinung tretende Antagonist Pennywise zu wecken, scheitert jedoch an Umfang und Tiefe der Vorlage.
Erscheinungsjahr: 1990
Jahrzehnt: 1990 - 1999
Produktionsland: USA
Stephen Kings ES zählt zu den bekanntesten und besten Romanen des meistverkauften Horrorautors der Literaturgeschichte. Der ersten Verfilmung des umfangreichen Werkes gelingt es gut, Faszination für den oft als Clown in Erscheinung tretende Antagonist Pennywise zu wecken, scheitert jedoch an Umfang und Tiefe der Vorlage.

Filmkritik

Ganze 1.200 Seiten umfasst die deutsche Taschenbuchausgabe des Romans, weshalb es nicht verwundert, dass Hollywood den Stoff für die 2017er Verfilmung von Andy Muschietti auf zwei Filme aufteilt. Bereits 1990 versuchte sich das amerikanische Fernsehen an Kings Roman und widmete Stephen Kings ES immerhin drei Stunden Spielzeit. Trotz einiger Kürzungen bewahrt der TV-Film zumindest den Kern der Vorlage.

Für die Straffung der Handlung opferten die Drehbuchautoren allerdings die Dramaturgie des Romans. Um den vielen ikonischen Momenten der Buchvorlage gerecht zu werden, ist Stephen Kings ES gezwungen, das Böse in beinahe jeder Szene auf die Protagonisten loszulassen.

Die makabere Atmosphäre aus Kings Roman kommt nicht auf, stattdessen gleicht der Film einer mauen Geisterbahnfahrt. Hinter jeder Kurve zaubert sie verlässlich eine neue Spukgestalt aus dem Hut, wirkt damit jedoch bereits nach der Hälfte der Fahrt atemlos und letztlich uninspiriert, weil die Zwischentöne der Vorlage fehlen. Das führt zwangsläufig zu einer Konditionierung, die das Spannungsniveau am Boden hält.

Neben der stimmigen musikalischen Untermalung sorgen vor allem die Darsteller für Charme. Tim Curry überzeugt als diabolischer Clown Pennywise, die Kinderdarsteller liefern – nicht selbstverständlich – solide Leistungen ab. Im Gegensatz zum Roman, der auch Erwachsenen das Fürchten lehren kann, spricht Stephen Kings ES auch eine jüngere Zielgruppe an. Die grafische Gewalt hält sich in Grenzen und die Regie von Tommy Lee Wallace fällt brav und simpel aus, sodass sich die Horrorelemente der Vorlage auf das Märchenhafte reduzieren.

Da dem TV-Film sichtlich die finanziellen Mittel fehlen, um Kings Stoff auszureizen, und die Inszenierung der Höhepunkte nicht wirklich fesselt, spiegelt Stephen Kings ES die Qualitäten des Romans nur unzureichend wider. Spätestens das krude Finale verdeutlicht die Defizite in puncto Atmosphäre, Schauwerte und Spannung. So bietet die TV-Adaption letztlich nur eine leidlich unterhaltsame Light-Version von Kings Erfolgsbuch.

★★★☆☆☆

Fantasyfilm

Zusammen mit seinen nahen Verwandten, dem Horror- und dem Science-Fiction-Kino, widmet sich der Fantasyfilm dem Übersinnlichen, der Magie und den Monstern. Das Genre lädt uns in besonderem Maße dazu ein, wieder Kind zu sein: Es entführt uns in märchenhafte Welten mit eigenen Gesetzen, die bevölkert werden von Helden, Schurken und Ungeheuern.

Filmszene aus Pans Labyrinth

Horrorfilm

Das Horrorgenre gibt uns die Möglichkeit, Schreckensszenarien durchzuspielen und damit Stress aus unserem Unterbewusstsein abzuleiten. Der Horrorfilm bedroht immer die Normalität – sei es durch Geister, Monster oder Serienkiller. In der Regel bestrafen die Antagonisten die Verfehlungen von Sündern, inzwischen verarbeiten postmoderne Horrorfilme diese Motive jedoch auch ironisch und verbreitern damit die ursprünglichen Sujets des Genres.

Filmszene aus The Texas Chainsaw Massacre - Blutgericht in Texas

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Foto Tom Schünemann

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.
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