Ekel

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

Mit Ekel startete Roman Polanski seine Mieter-Trilogie und setzt auch wie später bei den anderen beiden Werken (Rosemaries Baby und Der Mieter) auf eine kammerspielartige Inszenierung. Ekel zeichnet ein düsteres Psychogramm seiner von Catherine Deneuve famos gespielten Protagonistin, deren (häusliche) Welt sich immer mehr wandelt, stetig an Normalität zu verlieren scheint und letztlich regelrecht zum symbolhaft gestalteten Albtraum mutiert.

Polanskis sehr subjektive Inszenierung baut gekonnt Stimmungen auf, statt klassisch zu erzählen, Ekel spricht demnach mehr das Unterbewusstsein seines Publikums an, erzeugt aus Alltagssituationen subtilen Horror und spiegelt so die Gefühlswelt von Deneuves Protagonistin. Dabei greift Polanski auf eine sehr schöne, den Eindruck der Klaustrophobie erzeugende Kameraarbeit und ein effektvolles Setdesign zurück. Trotz einiger weniger intensiver Gewaltspitzen und der Subjektivität bleibt Ekel jedoch auch ein durchgängig kühler Film, der seine Zuschauer auf Distanz hält.

Handlung:

Die Maniküre Carol lebt mit ihrer etwas älteren Schwester Helen in einer kleinen Londoner Vorstadtwohnung. Während die lebenshungrige Helen die meiste Zeit mit dem verheirateten Michael verbringt, lebt die sensible Carol zurückgezogen. Vorgänge auf dem Weg zum Arbeitsplatz, Erlebnisse mit den Kundinnen, Begegnungen mit dem jungen Colin – das alles bestätigt Carols Abscheu vor Menschen und Dingen ihrer Umgebung. Als Helen und Michael verreisen und Carol mit dem Auftrag allein lassen, die schuldige Miete dem Hauswirt zu übergeben, befällt das Mädchen eine unheilvolle Angst, die sich immer stärker aufwächst.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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