THX 1138

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

Auch mehr als vier Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung bietet George Lucas‘ Langfilmdebüt THX 1138 immer noch ein lohnenswertes Filmerlebnis und wirkt noch erstaunlich kantig – der dem damaligen Zeitgeist widersprechende, sehr düstere und gesellschaftskritische Science-Fiction-Film lässt sich zu Beginn viel Zeit, das bedrückend dystopische Setting zu etablieren und dem Publikum ein Gefühl für das repressive System der Zukunft zu vermitteln.

Wegen des niedrigen Budgets hält die Zukunft für seine Bewohner eine sehr schmucklose, simpel gestaltete Umgebung bereit – dem ansehnlichen Produktionsdesign gelingt es, die Bauten futuristisch und trist zugleich wirken zu lassen und hat sich nach all der Zeit gut gehalten. In Verbindung mit der ruhigen Kamera evoziert THX 1138 schnell das Bild einer starren Gesellschaft voller lebloser Existenzen, die den Maschinen ähneln, die sie bedienen.

Inhaltlich schaut sich THX 1138 wie viele andere dystopischen Werke das meiste bei den gängigen Literaturklassikern von Orwell und Huxley ab – der Plot entwickelt sich geradlinig und schlicht, funktioniert jedoch aufgrund der dichten Stimmung gut. Nur der szenenweise aufkommende Humor irritiert bisweilen – einerseits lockert er das Geschehen etwas auf und stellt damit einen Kompromiss zwischen trister Zukunftsvision und Unterhaltungsanspruch dar, verwässert jedoch auch die Atmosphäre sowie die Ernsthaftigkeit.

Die gut aufgelegten, sehr natürlich wirkenden Darsteller und die Dynamik der zweiten Filmhälte runden THX 1138 ab. Lucas‘ Klassiker mag nicht der fesselnste Film sein, weil sich die Bedrohungen der Akteure in Grenzen halten, doch die Ausgestaltung einer stimmungsvollen Zukunftsvision ist ihm gelungen.

Handlung:

Die Zukunft: Die Menschen leben in einem gigantischen unterirdischen Komplex und arbeiten hart an den Maschinen, die alles am Laufen halten. Das Einnehmen von Psychopharmaka ist Pflicht und Liebesbeziehungen sind verboten; jedes Mitglied der Gesellschaft hat nützlich zu sein und nichts zu hinterfragen. So lebt auch THX 1138 vor sich, bis er eines Tages etwas… fühlt. Als er bemerkt, dass seine Mitbewohnerin LUH 3417 seine Medikation manipuliert hat, ist es bereits zu spät – die Administration ist ihnen bereits auf den Fersen. Ihnen bleibt nur die Flucht.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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