Das macht hochgradig Sinn und bezieht sich direkt auf den Inhalt, weil das Publikum gezwungen wird, Zeit völlig anders als gewohnt wahrzunehmen. Wo diese sich im herkömmlichen Film über eine Abbildung von fortlaufenden Bewegungen definiert, unterliegt der zeitreisende Protagonist von Am Rande des Rollfelds einer gänzlich anderen Wahrnehmung.
Verwirrt und mit psychologischen Härten kämpfend, reduziert sich das Sein der Hauptfigur auf starre Fragmente, die nahezu beliebig austauschbar erscheinen – die ausschließliche Nutzung von Standbildern spiegelt das brillant wieder und unterwirft den Zuschauer gekonnt der sprunghaften, unvollkommenen Perspektive des Protagonisten.
Abgesehen von der hochinteressanten Narration fesselt Am Rande des Rollfelds mit einer enorm dichten, beklemmenden Atmosphäre und bietet ein hypnotisches Filmerlebnis. Aufgrund der tollen Geschichte, die so einige Details zur Interpretation anbietet und des emotionalen Finales beschäftigt Markers Meisterwerk über die Spielzeit hinaus.