Asphalt-Dschungel

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Filmkritik:

Asphalt-Dschungel zählt zu den Film Noir-Klassikern, die unzählige Werke und Filmemacher beeinflusst haben. Im Gegensatz zu frühen Gangsterfilmen wie Der kleine Cäsar, die ihre Protagonisten larger than life darstellten, ist John Hustons Blick auf die Unterweltgestalten geprägt von Details, er offenbart ihre Hoffnungen und Sehnsüchte, Laster und Makel, schildert also letztlich das von ihrem Tun unabhängige Menschsein, was sich noch heute auf die Filme von Quentin Tarantino (Reservoir Dogs) oder Michael Mann (Heat) auswirkt.

Dementsprechend lässt sich das Drehbuch Zeit für die Figurenschilderung und der Film läuft für einen Film Noir überdurchschnittliche zwei Stunden. Hochspannung hält Asphalt-Dschungel derweil nicht wirklich bereit, sondern schiebt seine Protagonisten lieber langsam und bedächtig über das Tableau. Dabei gefällt vor allem die breite Palette von Nebenfiguren, die allesamt interessant gestaltet sind, stets nachvollziehbar handeln und von den gut aufgelegten Darstellern passend verkörpert werden.

Während Hustons Regie immer ein wenig behäbig wirkt, überzeugt die Bildgestaltung deutlich mehr und zwängt die Charaktere in bester Noir-Tradition in beschränkte Räume und einengende Kadragen von Schwärze. Somit dient Asphalt-Dschungel als schönes Musterbeispiel eines Film Noirs und markiert einen interessanten filmhistorischen Punkt, verläuft allerdings deutlich weniger knackig oder hard boiled als raue B-Noirs.

Handlung:

Als ein zusammengewürfelter Haufen von Kleinganoven und Losern einen Juwelenraub vorbereitet, steigt die Spannung: „Doc“ Riedenschneider ist aus dem Knast entlassen worden und hat einen Plan für den Millionencoup mitgebracht. Die Finanzierung übernimmt der zwielichtige Anwalt Alonzo Emmerich. Mit von der Partie sind der Fahrer Gus Missini und der schlagkräftige Dix Handley. Der Überfall gelingt zwar, doch bald darauf gieren alle Protagonisten nach der Tasche mit den Diamanten…

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-15T13:44:46+00:00

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