Asphalt-Dschungel zählt zu den Film Noir-Klassikern, die unzählige Werke und Filmemacher beeinflusst haben. Im Gegensatz zu frühen Gangsterfilmen wie Der kleine Cäsar, die ihre Protagonisten larger than life darstellten, ist John Hustons Blick auf die Unterweltgestalten geprägt von Details, er offenbart ihre Hoffnungen und Sehnsüchte, Laster und Makel, schildert also letztlich das von ihrem Tun unabhängige Menschsein, was sich noch heute auf die Filme von Quentin Tarantino (Reservoir Dogs) oder Michael Mann (Heat) auswirkt.

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Filmkritik:

Dementsprechend lässt sich das Drehbuch Zeit für die Figurenschilderung und der Film läuft für einen Film Noir überdurchschnittliche zwei Stunden. Hochspannung hält Asphalt-Dschungel derweil nicht wirklich bereit, sondern schiebt seine Protagonisten lieber langsam und bedächtig über das Tableau. Dabei gefällt vor allem die breite Palette von Nebenfiguren, die allesamt interessant gestaltet sind, stets nachvollziehbar handeln und von den gut aufgelegten Darstellern passend verkörpert werden.

Während Hustons Regie immer ein wenig behäbig wirkt, überzeugt die Bildgestaltung deutlich mehr und zwängt die Charaktere in bester Noir-Tradition in beschränkte Räume und einengende Kadragen von Schwärze. Somit dient Asphalt-Dschungel als schönes Musterbeispiel eines Film Noirs und markiert einen interessanten filmhistorischen Punkt, verläuft allerdings deutlich weniger knackig oder hard boiled als raue B-Noirs.

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DIE ÄRA

In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

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In den Fünfziger Jahren befanden sich die weltweiten Studiosysteme auf dem Zenit ihrer Schaffenskraft. In den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich versammelten die Studios eine ungeheure Menge an Talent und veröffentlichten dank des geballten Produktionsniveaus zahllose Meisterwerke. Einen gewichtigen Anteil daran ist auch den Regisseuren zuzuschreiben, die sich innerhalb des Systems Freiheiten erkämpften und so ihr Potenzial ausspielen konnten.

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DAS GENRE

Der Kriminalfilm zählt aufgrund unterschiedlichster Ausprägungen zu den breitesten Genres. Die sogenannten Whodunnits beschäftigen sich mit der Täterfindung in einem einzelnen Fall; ebenso zählen die fatalistischen Detektivgeschichten des Film Noir zum Genre. Nicht zu vergessen sind Werke aus der gegensätzlichen Perspektive: Die Heist- und Gangsterfilme machen einen wesentlichen Teil des Krimigenres aus.

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Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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