Bewegliche Ziele

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Filmkritik:

Im Fahrwasser des nahenden New Hollywood-Kinos entstand Peter Bogdanovichs Langfilmdebüt Bewegliche Ziele, das mit zwei sehr unterschiedlichen Handlungssträngen vom Wandel der Gesellschaft berichtet.

So erlebt der Zuschauer zwei Tage im Leben eines alten Horrorfilmstars (treffend mit Altstar Boris Karloff, kurz vor dessen Ableben, besetzt), der sich vom immer schnelleren und industrielleren Filmgeschäft zurückzieht, und eines Mannes, der sich dazu entschließt, wahllos Menschen zu töten.

Während der Plot um Karloff wie ein klassisches Melodram inszeniert ist, fällt der Blick auf den Amokläufer deutlich kühler, pessimistischer und zeitgemäßer aus. Trotz einiger humoristischer Spitzen, in denen Bogdanovich das Komödientalent seiner beiden besten Filme Noises Off und Is‘ was, Doc? bereits andeutet, bleibt Bewegliche Ziele letztlich ein alles andere als lebensbejahendes Werk und steht der modernen Welt kritisch gegenüber.

Zur Zeit seines Erscheinens befanden sich die Attentate auf John F. Kennedy und Martin Luther King in aller Munde und verliehen dem Film eine kontroverse Fußnote, machten ihn damit zum Anschauungsbeispiel für den gesellschaftlichen Wandel, der durch den Kontrast zwischen unschuldigem Gruselkino und realem Terror angedeutet wird. Aus heutiger Sicht erscheint Bewegliche Ziele etwas verhalten und nicht sonderlich gut gealtert, was immerhin auch dafür spricht, dass die von ihm porträtierte Ära inzwischen wieder verblichen ist.

Handlung:

Der alternder Horrorfilmstar Orlok kündigt seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft an. Zur gleichen Zeit macht sich ein unauffälliger junger Mann daran, sein Arsenal an Gewehren und Handfeuerwaffen zu vergrößern. Während Orlok sich und seine Mitarbeiter und Freunde an seinem letzten „Arbeitstag“  auf den wehmütigen Abgang einstellt, beschließt der junge Mann, dass auch sein letzter Tag kommen solle – er macht sich auf zu einem Amoklauf.

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Foto von Tom Schünemann

Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-15T13:44:02+00:00

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