Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia

Regie: | Jahrzehnt: | Genre:


Filmkritik:

Ein Jahr nach Sam Peckinpahs großartigem Western Pat Garrett jagt Billy the Kid entstanden, enthält auch das Road-Movie Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia einige Western-Elemente und schildert das Streben eines Einzelgängers nach dem Erreichen des (pervertierten) amerikanischen Traums – die pessimistische Weltsicht des Films macht dabei immer wieder deutlich, dass dies nur mit illegalen Mitteln möglich ist und weniger privilegierte Menschen keine Chance haben, durch ehrliche Arbeit Erfolge zu feiern und den American Way Of Life zu beschreiten.

Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia kontrastiert die Odyssee des von Warren Oates wunderbar verkörperten Glücksritters auf verschiedene Weise – manchmal setzt Peckinpah auf schwarzen Humor, manchmal offenbart er aber auch die Brutalität und Amoral seiner Figuren. Die Wandlung von Oates‘ Figur vom Helden zum Antihelden erinnert dabei an Sergio Sollimas Westernklassiker Von Angesicht zu Angesicht.

Wirklich unterhaltsam verläuft Peckinpahs Werk nicht und erreicht auch nicht den Drive von Getaway, sondern versucht sein Publikum statt mit Spannung durch die fatalistische Protokollierung der Geschehnisse zu binden: Der Filmemacher versteht sich darauf, die Handlung stetig zu steigern und immer schmutziger werden zu lassen. Die Hoffnungslosigkeit, die Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia von Anfang bis Ende durchdringt, sorgt dafür, dass er zu den besseren Werken in Peckinpahs Gesamtwerk zählt. Das Niveau der besten Arbeiten des Regisseurs erreicht der Film allerdings nicht.

Handlung:

Als der mexikanische Großgrundbesitzer El Jefe von der Schwangerschaft seiner Tochter erfährt, setzt er ein Kopfgeld von einer Million Dollar auf den Vater des Kindes aus. Der abgehalfterte Barpianist Bennie erfährt durch Zufall, dass der gesuchte Alfredo Garcia bereits tot ist und fasst einen folgenschweren Entschluss. Er will die Leiche des Verstorbenen ausgraben und abliefern. Begleitet wird Bennie von seiner Verlobten Elita, mit der er von einem besseren Leben träumt. Bennie und Elita sind jedoch nicht die einzigen, die es auf das Geld abgesehen haben. So beginnt eine Hetzjagd durch staubige Wüstenstraßen und heruntergekommene Ortschaften, in der sich Bennie immer mehr von seiner dunklen Seite zeigt und selbst zum kaltblütigen Verbrecher wird.

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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2017-06-15T14:53:37+00:00

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