Ein Jahr nach Sam Peckinpahs großartigem Western Pat Garrett jagt Billy the Kid entstanden, enthält auch das Road-Movie Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia einige Western-Elemente und schildert das Streben eines Einzelgängers nach dem Erreichen des (pervertierten) amerikanischen Traums – die pessimistische Weltsicht des Films macht dabei immer wieder deutlich, dass dies nur mit illegalen Mitteln möglich ist und weniger privilegierte Menschen keine Chance haben, durch ehrliche Arbeit Erfolge zu feiern und den American Way Of Life zu beschreiten.

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Filmkritik:

Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia kontrastiert die Odyssee des von Warren Oates wunderbar verkörperten Glücksritters auf verschiedene Weise – manchmal setzt Peckinpah auf schwarzen Humor, manchmal offenbart er aber auch die Brutalität und Amoral seiner Figuren. Die Wandlung von Oates‘ Figur vom Helden zum Antihelden erinnert dabei an Sergio Sollimas Westernklassiker Von Angesicht zu Angesicht.

Wirklich unterhaltsam verläuft Peckinpahs Werk nicht und erreicht auch nicht den Drive von Getaway, sondern versucht sein Publikum statt mit Spannung durch die fatalistische Protokollierung der Geschehnisse zu binden: Der Filmemacher versteht sich darauf, die Handlung stetig zu steigern und immer schmutziger werden zu lassen. Die Hoffnungslosigkeit, die Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia von Anfang bis Ende durchdringt, sorgt dafür, dass er zu den besseren Werken in Peckinpahs Gesamtwerk zählt. Das Niveau der besten Arbeiten des Regisseurs erreicht der Film allerdings nicht.

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DER REGISSEUR

Sam Peckinpah durchlief eine wechselhafte Karriere: Ausgestoßen vom Etablishment Hollywoods und eingeschränkt durch seine Drogensucht, drehte der Regisseur überwiegend B-Movies. Seine Filme sind geprägt durch eine pessimistische Weltsicht und eine virtuose Inszenierung von Gewalt. Inzwischen gelten Peckinpahs Außenseiterballaden und Spätwestern als Meilensteine der amerikanischen Kinogeschichte.

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Sam Peckinpah durchlief eine wechselhafte Karriere: Ausgestoßen vom Etablishment Hollywoods und eingeschränkt durch seine Drogensucht, drehte der Regisseur überwiegend B-Movies. Seine Filme sind geprägt durch eine pessimistische Weltsicht und eine virtuose Inszenierung von Gewalt. Inzwischen gelten Peckinpahs Außenseiterballaden und Spätwestern als Meilensteine der amerikanischen Kinogeschichte.

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DAS GENRE

Der Kriminalfilm zählt aufgrund unterschiedlichster Ausprägungen zu den breitesten Genres. Die sogenannten Whodunnits beschäftigen sich mit der Täterfindung in einem einzelnen Fall; ebenso zählen die fatalistischen Detektivgeschichten des Film Noir zum Genre. Nicht zu vergessen sind Werke aus der gegensätzlichen Perspektive: Die Heist- und Gangsterfilme machen einen wesentlichen Teil des Krimigenres aus.

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ÜBER DEN KRITIKER

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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