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Dawn of the Dead

Ein Film von 
Genres: Actionfilm, Horrorfilm | Erscheinungsjahr: 1978 | Jahrzehnt: 1970 - 1979 | Produktionsland: USA
Nachdem George A. Romero 1968 mit Die Nacht der lebenden Toten das Horrorgenre revolutionierte, benötigte er ganze 10 Jahre, um seinem Zombieuniversum einen zweiten Teil hinzuzufügen – mit Dawn of the Dead löste er jedoch direkt den nächsten Erdrutsch im Genre aus, denn dieser mauserte sich schnell zum Kultfilm und zog unzählige billige Epigonen nach sich.
Erscheinungsjahr: 1978
Jahrzehnt: 1970 - 1979
Produktionsland: USA
Nachdem George A. Romero 1968 mit Die Nacht der lebenden Toten das Horrorgenre revolutionierte, benötigte er ganze 10 Jahre, um seinem Zombieuniversum einen zweiten Teil hinzuzufügen – mit Dawn of the Dead löste er jedoch direkt den nächsten Erdrutsch im Genre aus, denn dieser mauserte sich schnell zum Kultfilm und zog unzählige billige Epigonen nach sich.

Filmkritik

Bewahrt hat sich Dawn of the Dead sein Handlungsprinzip: Einige wenige Protagonisten versuchen sich abzuschotten und zu überleben, diesmal in einem Einkaufszentrum, in dem Romero, der wieder mit einem schmalen Budget auskommen musste, nachts und an Wochenende drehen durfte.

Doch nicht nur der Schauplatz ist größer dimensioniert, auch in puncto Action liefert Dawn of the Dead deutlich mehr als sein Vorgänger und inszeniert diverse Spannungsszenen und reichlich blutige Auseinandersetzungen – derart heftige Effekte hatte es im erweiterten Kreis des Mainstreamkinos bisher nicht gegeben. Deutlich weniger gelungen scheint inzwischen das Make-up der Zombies, deren grau-grüne Gesichter aus heutiger Sicht alles andere als bedrohlich wirken.

Neben den exploitativen Elementen und dem vordergründigen, actionorientierten Überlebenskampf einer kleinen Menschenschar widmet sich der Film immer wieder zwischenmenschlichen Problemen und Konflikten und hat sich auch die gesellschaftskritischen Untertöne des Vorgängers bewahrt: Dawn of the Dead lässt die Interpretation zu, dass die heutige Konsumgesellschaft jedermann zu einem Zombie macht, die materielle Gier für jeden von uns Gefahren birgt, weil sie unsere (lebenserhaltenden) Instinkte übertüncht.

Ungeachtet des billigen Looks sowie verschenkten Potenzials (die Charakterzeichnung bleibt trotz der recht langen Laufzeit rudimentär) zählt Dawn of the Dead letztlich nach wie vor zu den besten Zombiefilmen. Er übt auf intelligente Weise Kritik am American Way of Life, arbeitet mit geschickten Tempowechseln und einer ordentlichen Spannungskurve, weiß daher immer noch gut zu unterhalten.

Infolge einer seltsamen Rechte- und Veröffentlichungspolitik (aufgrund der italienischen Kapitalgeber musste Romero die europäische Schnittfassung und Veröffentlichung an Dario Argento abgeben) gibt es inzwischen diverse Versionen des Films. Ich empfehle den 1988 angefertigten Directors Cut von Romero, der etwas weniger actionorientiert ist und mehr Atmosphäre aufbaut. Wer Dawn of the Dead als brachiales Actionkino begreift, sollte hingegen eher zum rockigen Argento-Cut greifen.

★★★★☆☆

Actionfilm

Das Actiongenre zählt zu den ursprünglichsten Formen des Kinos. Das Medium Film begann als Show der Sensationen und findet noch heute seine Entsprechung: in aufwendigen Martial-Arts-Choreographien, rassigen Verfolgungsjagden und ausufernden Schusswechseln. Actionfilme geben uns die Möglichkeit, wieder Kind zu sein und leichtfertigem Eskapismus zu frönen.

Filmszene aus Rambo

Horrorfilm

Das Horrorgenre gibt uns die Möglichkeit, Schreckensszenarien durchzuspielen und damit Stress aus unserem Unterbewusstsein abzuleiten. Der Horrorfilm bedroht immer die Normalität – sei es durch Geister, Monster oder Serienkiller. In der Regel bestrafen die Antagonisten die Verfehlungen von Sündern, inzwischen verarbeiten postmoderne Horrorfilme diese Motive jedoch auch ironisch und verbreitern damit die ursprünglichen Sujets des Genres.

Filmszene aus The Texas Chainsaw Massacre - Blutgericht in Texas

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Foto Tom Schünemann

Tom Schünemann

Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.
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