Um die Bestenliste möglichst konsistent zu halten, fanden ausschließlich „typische“ Antikriegsfilme Berücksichtigung. Werke, die den Krieg lediglich als Folie nutzen, aber hauptsächlich andere Genres bedienen, bleiben außen vor.
Das betrifft großartige Werke wie die Kriegsabenteuer Gesprengte Ketten und Inglourious Basterds, aber auch die packenden Kriminalfilme Armee im Schatten und Stalag 17. Ein deutlicher humoristischer Einschlag bildet ebenfalls ein Ausschlusskriterium und verhinderte Nennungen von Sein oder Nichtsein und Dr. Seltsam. Aufgrund ihrer Fantasy-Elemente wurden Pans Labyrinth und Irrtum im Jenseits aussortiert. Weichen musste auch das tolle Melodram Land ohne Männer, weil der Krieg dort mehr Kulisse als Thema ist.
Trotz der Beschränkungen standen noch unzählige Filme zur Auswahl, weshalb einige lohnende Vertreter auf der Strecke blieben - etwa Jean Renoirs Klassiker Die große Illusion, der ebenso im Ersten Weltkrieg angesiedelt ist wie der britische Vertreter Für König und Vaterland, der die unerbittliche Militärgerichtsbarkeit in Kriegszeiten illustriert. Auch Sam Mendes' mitreißender 1917 soll nicht unerwähnt bleiben.
Auch der Zweite Weltkrieg bietet die Bühne für unzählige sehenswerte Antikriegsfilme. Die amerikanische Perspektive vertreten das Kriegsfilm-Epos Patton, Der Kommandeur und Ardennen 1944.
Großbritannien huldigt hingegen regelmäßig seinen Seestreitkräften - während des Krieges produzierten die Briten mit Alfred Hitchcocks Klassiker Das Rettungsboot und In Which We Serve interessante Propagandafilme, später thematisierte auch Der große Atlantik den Dienst in der Royal Navy.
Natürlich wurde der Zweite Weltkrieg auch in zahllosen anderen Ländern thematisiert: Sowohl Trial on the Road als auch Larisa Shepitkos Aufstieg handeln von sowjetischen Partisanen. Andrej Wajdas Debütfilm Eine Generation schildert Aktionen des polnischen Widerstandes und Eroica - Polen 44 erzählt in zwei Episoden von der deutschen Okkupation Polens.
In Douglas Sirks Zeit zu leben und Zeit zu sterben desillusioniert ein Heimaturlaub einen deutschen Soldaten endgültig. Im tragikomischen japanischen Vertreter Fort Graveyard muss Toshirō Mifune ein Musikkorps zu einer Kampftruppe formen.
Doch nicht nur der Zweite Weltkrieg wurde filmisch aufgearbeitet, sondern auch viele andere militärische Konflikte. Etwa der Koreakrieg in Anthony Manns Klassiker Tag ohne Ende und in dem koreanischen Blockbuster Brotherhood. Die 317. Sektion zeigt den Ersten Indochinakrieg aus Sicht einer kleinen französischen Einheit und der Low-Budget-Antikriegsfilm Kilo Two Bravo spielt ausschließlich in einem Minenfeld in Afghanistan.
Nach diesen lobenden Erwähnungen kommen wir nun zu den 25 besten Antikriegsfilmen der Kinogeschichte: