Die 25 besten Horrorfilme der Kinogeschichte




Pünktlich zu Halloween präsentiert Filmsucht.org die 25 besten Horrorfilme der Kinogeschichte. Du findest hier sowohl subtile Grusler als auch schockende Erschrecker und somnambule Surrealitäten.

Honorable Mentions:

Robert Rodriguez‘ Actionfeuerwerk Planet Terror sowie den wunderbar obskuren Mysterykrimi The Wicker Man fand ich zu ironisch, um sie zwischen den düsteren Werken der Bestenliste zu platzieren; sehenswert sind sie dennoch.

Eine ganze Reihe Klassiker haben es ebenfalls knapp nicht geschafft: Der Slasher-Vorläufer Augen der Angst und sein erfolgreicher Epigone Halloween blieben außen vor. Auch George A. Romeros Dawn Of The Dead und Dario Argentos Suspiria sind nicht dabei, da ich von beiden Regisseuren andere Werke vorgezogen habe.

Leid tut es mir auch um David Cronenbergs Die Fliege sowie den vielleicht subtilsten Horrorfilm überhaupt, Peter Weirs Picknick am Valentinstag. Auch Darren Aronofskys albtraumhaften Debütfilm PI sowie Adrian Lynes Jacob’s Ladder hätte ich gerne noch berücksichtigt.

Legen wir mit der Bestenliste los:

Platz 25: Das Waisenhaus

(Regie: Juan Antonio Bayona | Mexiko, Spanien | 2007)

Der spanische Horrorfilm Das Waisenhaus orientiert sich an den Klassikern des Genres und setzt auf subtilen Grusel statt auf Schockeffekte, auf einige beklemmende Spannungsszenen müssen wir dennoch nicht verzichten. Da das Werk von Juan Antonio Bayona seine Geistergeschichte mit ambivalenten Motiven spickt, schafft es Das Waisenhaus auf Platz 25.

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Platz 24: Antichrist

(Regie: Lars von Trier | Dänemark | 2009)

Lars von Triers kontroverses Werk wandelt sich vom psychologischen Ehedrama zum brutalen Horrorfilm. Dabei wartet Antichrist mit betörend schönen Bildern auf und bietet zwei hervorragende Hauptdarsteller sowie zahllose Metaphern.

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Platz 23: Die Nacht der lebenden Toten

(Regie: George A. Romero | USA | 1968)

George A. Romeros Klassiker Die Nacht der lebenden Toten markiert den Beginn des modernen Zombiefilms. Romero holt aus dem kleinen Budget das Maximale heraus. Sein Film überzeugt vor allem mit dem Kniff, die Bedrohung durch Untote als katalytisches Element für die inneren Konflikte der Protagonisten zu nutzen. Die bedrohlichen Schwarz-Weiß-Bilder und das unerwartete Ende hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

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Platz 22: Rosemaries Baby

(Regie: Roman Polanski | USA | 1968)

Der zweite Film in Roman Polanskis Mieter-Trilogie serviert im besten Sinne altmodischen Horror. Getragen von den starken Darstellern, spielt Rosemaries Baby gekonnt mit seiner diffusen Spannung und fesselt über die vollen 136 Minuten Spielzeit, obwohl Polanski auf eine visuelle Gewaltdarstellung verzichtet.

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Platz 21: Der Exorzist

(Regie: William Friedkin | USA | 1973)

Auch auf Platz 21 landet ein Horrorfilm mit okkultem Thema: William Friedkins Romanverfilmung Der Exorzist nutzt ein simples Setting, doch dank der ausgezeichneten Figurenzeichnung baut Friedkins Werk dennoch Tiefe auf. Der reaktionäre Subtext gefällt weniger, doch einige deftige Gänsehautszenen sowie die treffsicheren Dialoge helfen spielend darüber hinweg.

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Platz 20: Tenebre

(Regie: Dario Argento | Italien | 1982)

Auch ein Giallo hat es in diese Bestenliste geschafft: Dario Argentos italienischer Slasherfilm Tenebre sorgt durch seinen kreativen Whodunnit-Plot für beste Unterhaltung. Die Figurenzeichnung und Dialoge sind traditionell nicht der Rede wert, die Kameraarbeit schindet hingegen gehörig Eindruck und sorgt für memorable Mordszenen.

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Platz 19: The Others

(Regie: Alejandro Amenábar | USA | 2001)

Ähnlich gelagert wie Das Waisenhaus auf Platz 25, orientiert sich auch Alejandro Amenábars The Others an den klassischen Tugenden des Genres. Ein einsames Haus und wenige Figuren reichen aus, um für ein wohliges Gruseln zu sorgen. Wie seine Vorbilder verbirgt The Others hinter dem Spuk eine dramatische Geschichte, die geschickt aufgelöst wird.

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Platz 18: Der Mieter

(Regie: Roman Polanski | Frankreich | 1976)

Erneut ein Film aus Roman Polanskis Mieter-Trilogie – die Romanverfilmung Der Mieter etabliert eine wunderbar kafkaeske Stimmung, erzeugt viel Suspense und gerät zunehmend grotesker. Nicht nur Polanskis Regie, auch seine Leistung als Hauptdarsteller ist beeindruckend. Das seltsame Finale hallt länger nach.

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Platz 17: Wenn die Gondeln Trauer tragen

(Regie: Nicolas Roeg | Großbritannien | 1973)

Ein Großteil des Horrors von Wenn die Gondeln Trauer tragen entsteht ausschließlich in unserem Kopf. Der Film überzeugt nicht nur durch Nicolas Roegs suggestive Regie und das tolle Hauptdarstellerduo, sondern auch durch seine Darstellung Venedigs als labyrinthische kalte Gruft, aus der es kein Entrinnen gibt.

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Platz 16: Lost Highway

(Regie: David Lynch | USA | 1997)

Lost Highway setzt nicht auf konventionellen Grusel, sondern auf eine bedrückende Atmosphäre. Mit faszinierendem Surrealismus fabuliert David Lynch seine ganz eigene Version von Goethes Faust. Die abstrusen Figuren um den ikonografischen Mystery Man sowie die fantastischen Bilder begeistern.

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Platz 15: The Texas Chainsaw Massacre – Blutgericht in Texas

(Regie: Tobe Hooper | USA | 1974)

Tobe Hoopers berühmt-berüchtigtes Texas Chainsaw Massacre läutete einen Paradigmenwechsel im Horrorkino ein: Das Böse entstammt nicht mehr übernatürlichen Quellen, sondern wohnt im Menschen selbst. Als rassiger Terrorfilm lässt Hoopers Werk das Geschehen maximal eskalieren und schickt uns auf eine überwältigende Achterbahnfahrt.

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Platz 14: Shining

(Regie: Stanley Kubrick | USA | 1980)

Stanley Kubricks Adaption des zweiten Romans von Stephen King zählt zu den bekanntesten Klassikern des Horrorgenres und verdankt dies dem intensiven Schauspiel von Jack Nicholson sowie der großartigen Bildgestaltung Kubricks. Zudem beeindruckt Shining mit tollen Kamerafahrten und einer unheimlichen Kammerspielatmosphäre.

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Platz 13: Vampyr – Der Traum des Allan Grey

(Regie: Carl Theodor Dreyer | Dänemark | 1932)

Platz 13 geht an Carl Theodor Dreyers surrealen Albtraum Vampyr. Der Hybrid aus Stumm- und Tonfilm entführt uns Zuschauer mit fantastischen Bildern und einem durchgängig mysteriösen Plot in eine magische Parallelwelt. Besonders die schönen Effekte und die märchenhafte Stimmung bleiben in Erinnerung.

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Platz 12: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens

(Regie: F.W. Murnau | Deutschland | 1922)

Auch ein annähernd 100 Jahre alter Stummfilm hat es in diese Bestenliste geschafft. Zwar vermag Nosferatu inzwischen nicht mehr zu gruseln, der Film von F.W. Murnau bietet jedoch dank der fabelhaften Maske von Hauptdarsteller Max Schreck (!), ansehnlicher Viragierungen sowie schöner Musik immer noch stimmungsvolle Unterhaltung.

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Platz 11: Das Ding aus einer anderen Welt

(Regie: John Carpenter | USA | 1982)

John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt passt in viele Schubladen und ist gleichzeitig Science-Fiction-, Action- sowie Horrorfilm. Aufgrund der beklemmenden Stimmung, den herausragenden Monstereffekten und der Kunst, den Spannungsgrad ständig zu steigern, passt Carpenters Klassiker problemlos in diese Liste und sichert sich Platz 11.

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Platz 10: Blair Witch Project

(Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sánchez | USA | 1999)

Am 1999er Low-Budget-Überraschungserfolg Blair Witch Project scheiden sich seit jeher die Geister – die realistische Aufmachung der Mockumentary, der Einsatz von Handkameras und der ausschließlich indirekte Horror funktionieren nicht für jeden Zuschauer. Mich haben das konsequent subjektive Erzählen und das verstörende Finale enorm gefesselt – Platz 10.

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Platz 9: Schloss des Schreckens

(Regie: Jack Clayton | Großbritannien | 1961)

Gruselige Kinder stellen ein beliebtes Element im Horrorfilm dar – Verwendung finden sie auch im Klassiker Schloss des Schreckens, in dem sich eine Gouvernante um zwei zunehmend seltsamer agierende Geschwister kümmern muss. Geschickt reflektiert der im viktorianischen England spielende Film über seine schaurigen Elemente die sexuellen Sehnsüchte seiner Protagonistin, was dem Horror eine psychologische Konnotierung verleiht.

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Platz 8: Bis das Blut gefriert

(Regie: Robert Wise | USA | 1963)

Bis das Blut gefriert basiert auf einem Roman von Stephen Kings Vorbild Shirley Jackson und ist der beste Vertreter des haunted house-Horrors. Nach wie vor sorgt der Film von Robert Wise für Gänsehaut und überzeugt durch eine hervorragende Figurenzeichnung, tolle Bilder und die mysteriöse Atmosphäre.

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Platz 7: Alien

(Regie: Ridley Scott | USA | 1979)

Ridley Scotts Klassiker Alien lebt vor allem davon, seinen Schrecken nicht zu zeigen. Der für damalige Verhältnisse ungewöhnlich realistisch in Szene gesetzte Raumfrachter Nostromo zählt zu den schönsten Handlungsorten des Genres, die Vielzahl düsterer Gänge beschert uns eine klaustrophobische Stimmung und viel Suspense.

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Platz 6: Kuroneko

(Regie: Kaneto Shindô | Japan | 1968)

Der japanische Horrorfilm Kuroneko benutzt einen melodramatischen Unterbau, um eine fantastische Geistergeschichte zu erzählen. Die toll ausgeleuchteten, expressiven Bilder begeistern mit magischen Momenten, die Regie von Kaneto Shindô setzt tolle Akzente und der Tonfall der Handlung wandelt geschickt zwischen melancholischer Melodramatik und übernatürlichem Horror.

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Platz 5: The Descent – Abgrund des Grauens

(Regie: Neil Marshall | Großbritannien | 2005)

Platz 5 geht an The Descent, der aus einer simplen Idee das Maximum an Wirkung herausholt und sechs Frauen auf eine leidvolle Erkundungstour durch stockdunkle unterirdische Höhlensysteme schickt. Dank der guten Charakterisierung der Protagonistinnen und der Tatsache, dass der Film sich ausreichend Zeit für die Exposition nimmt, entwickelt sich The Descent zu einem intensiven Filmerlebnis mit Spannung, Schocks und klaustrophobischer Atmosphäre.

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Platz 4: Ekel

(Regie: Roman Polanski | Großbritannien | 1965)

Ein drittes Mal Roman Polanski und seine Mieter-Trilogie: Das Meisterwerk Ekel zieht alle Register des psychologischen Horrors und schildert seine Tour de Force mit unnachahmlicher Subtilität. Hauptdarstellerin Catherine Deneuve, das superbe Setdesign und Polanskis im besten Sinne manipulative Regie begeistern nachhaltig.

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Platz 3: Eraserhead

(Regie: David Lynch | USA | 1977)

Ein Midnight Movie ergattert einen Platz auf dem Treppchen: David Lynchs surrealer Debütfilm Eraserhead zieht uns in einen bedrückenden Albtraum. Lynch bedient sich der gesamten Klaviatur des Schreckens, bietet zahllose Symbole und Interpretationen an und fährt eine der verstörendsten Kreaturen der Filmgeschichte auf.

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Platz 2: Psycho

(Regie: Alfred Hitchcock | USA | 1960)

Alfred Hitchcocks ikonografischer Meilenstein Psycho überzeugt durch exzellente Darsteller, eine ausgefeilte Dramaturgie und zwei schöne Twists. Der Master of Suspense befindet sich erkennbar auf dem Zenit seiner Schaffenskraft: Hitchcocks Inszenierung ist unheimlich effektiv und liefert uns zahllose fantastische Momente wie die viel zitierte Duschszene.

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Platz 1: Possession

(Regie: Andrzej Zulawski | Frankreich | 1981)

Andrzej Zulawskis Possession ist der beste Horrorfilm der Kinogeschichte. Statt für wohliges Gruseln zu sorgen, lässt Zulawski neurotisches Chaos über uns hereinbrechen und schildert die Hölle einer zerbrochenen Ehe in übersteigerten Extremen. Die Mysterien des Plots faszinieren, das groteske Schauspiel von Isabelle Adjani erschreckt und die unerwarteten Abgründe verstören – Possession bietet ein intensives Filmerlebnis und lässt sich aufgrund der nicht auflösbaren Metaphorik immer wieder aufs Neue erkunden.

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Tom ist der alleinige Autor auf Filmsucht.org und möchte dir helfen, tolle Filme zu entdecken. Vom Hamburger Schmuddelwetter zu akuter Filmsucht verdammt, sucht er unabhängig von Genre und Produktionsjahr nach obskuren Raritäten, funkelnden Geheimtipps und großen Klassikern.

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