Allein mit der Vielzahl von Film Noirs ließe sich diese Bestenliste füllen; der Abwechslung halber musste großzügig aussortiert werden. Getroffen hat es Die Narbenhand und Die blaue Dahlie mit dem Traumpaar Ladd & Lake, Im Netz der Leidenschaften und Der Scharlatan, Zeuge gesucht, Im Kreuzfeuer und Die schwarze Natter sowie den mexikanischen Film Noir Die Andere.
Trotz der düsteren Zeiten veröffentlichte Hollywood auch heitere Kost: Die Screwballcomedys der Ära lohnen sich noch immer. Hier sind Sullivans Reisen sowie Arsen und Spitzenhäubchen zu nennen. Darüber hinaus darf auch Charles Chaplins Der große Diktator nicht unterschlagen werden.
Weitere amerikanische Klassiker der Vierziger Jahre, die auf dem fiktiven 31. Platz dieser Bestenliste landen, sind der Weihnachtsfilm Ist das Leben nicht schön? und die Western Der Schatz der Sierra Madre und Ritt zum Ox-Bow.
Auch das amerikanische Schaffen europäischer Regisseure soll nicht unterschlagen werden: Fritz Lang drehte den kuriosen Thriller Ministerium der Angst, Max Ophüls das Melodram Brief einer Unbekannten, Alfred Hitchcock den prototypischen Saboteure und den Propagandafilm Das Rettungsboot.
Das europäische Kino der Vierziger Jahre wurde durch den Neorealismus geprägt. Ein Vorläufer davon war der portugiesische Klassiker Aniki Bóbó, der einen Platz ebenso knapp verpasst hat wie die italienischen Vertreter Schuhputzer und Deutschland im Jahre Null, Im Namen des Gesetzes und Kritische Jahre.
Auch in anderen Teilen Europas regierte der Schwermut. Das tschechische KZ-Drama Der weite Weg sowie die französischen Melodramen Triumphbogen und Die Damen vom Bois de Boulogne verdeutlichen die Stimmung der Kriegszeit ebenso wie drei deutsche Werke Helmut Käutners: Romanze in Moll, In jenen Tagen und Rotation.
Das britische Kino lief in den Vierziger Jahren zur Hochform auf, wofür insbesondere das Autorenfilmerduo Michael Powell und Emeric Pressburger verantwortlich ist. Das Gesellschaftsstück Leben und Sterben des Colonel Blimp und das Fantasy-Melodram Irrtum im Jenseits haben die Bestenliste nur knapp verpasst. Auch der ungewöhnliche, mit britischem Humor versetzte Krimi Achtung: Grün darf nicht vergessen werden.
Zu guter Letzt müssen noch zwei japanische Werke erwähnt werden, die sich dem omnipräsenten Nationalismus mit einer besonderen Feinfühligkeit widersetzen: Hiroshi Shimizus Ornamental Hairpin sowie Kōzaburō Yoshimuras The Ball at the Anjo House.
Soweit zu den Honorable Mentions. Kommen wir nun zu den 30 besten Filmen der Jahre 1940 bis 1949: