Starten wir mit einem klassischen Szenario der Science-Fiction - dem Angriff einer fremden Spezies aus den Weiten des Alls. In Cloverfield verwüstet ein gigantisches Alien New York, in Edge of Tomorrow schicken Alien-Insekten Tom Cruise ungefähr 73 Mal in den Tod und in der Faschismus-Satire Starship Troopers kämpft die Menschheit ebenfalls gegen Bugs. Dann wären da noch Howard Hawks‘ überraschend kurzweiliger Das Ding aus einer anderen Welt aus dem Jahr 1951 sowie Die Körperfresser kommen.
Vergessen wir nicht den ikonischen Predator, der Jagd auf Arnold Schwarzenegger macht, sowie dessen moderne Fortsetzung Prey. Im stimmungsvollen Sci-Fi-Film Noir Dark City haben die Menschen den Kampf längst verloren und in Der Kreis scheinen wir höheren Mächten nur noch als Experimentiermaterial zu dienen.
Allerdings braucht es nicht immer bedrohliche Aliens, oft genug schafft die Menschheit ihre Bedrohungen durch technischen Erfindergeist selbst. Das belegen Blade Runner 2049 und RoboCop ebenso wie Terminator 2 oder Minority Report. Viele Science-Fiction-Szenarien spielen bereits in unserer nahen Zukunft, etwa die sarkastische James G. Ballard-Verfilmung High-Rise, David Cronenbergs Shivers oder der launige Upgrade.
Ist die Perspektive langfristiger, sieht es oft düster - um nicht zu sagen: postapokalyptisch - aus. Hier sind besonders der unangenehm konsequente The Survivalist zu nennen sowie der Klassiker Das letzte Ufer. Beide haben es nur deshalb nicht in die Bestenliste geschafft, weil sie mir zu geerdet für eine Sci-Fi-Thematik erschienen. Weitere sehenswerte und in ihren Mängeln charmante Dramen mit Postapokalypse-Szenarien sind der neuseeländische Vertreter The Quiet Earth, der griechische Geheimtipp Morning Patrol und Luc Bessons Debütfilm Der letzte Kampf.
Angesichts solcher Zustände ist es vielleicht am besten, die Erde zu verlassen. Das Leben außerhalb unseres Planeten erscheint allerdings auch schwierig, wie Duncan Jones‘ Moon und Steven Soderberghs Solaris beweisen.
Was liegt da näher, als dem Morgen ins Gestern zu entfliehen oder gleich einige Jahrzehnte in die Zukunft zu springen? Im Science-Fiction-Film gehört das Zeitreisen zum guten Ton. Lohnenswerte Vertreter sind etwa der aus diversen Versatzstücken zusammengestellte Thriller Triangle, Rian Johnsons Looper und der unterschätzte Frequency.
Schließen wir diese Aufzählung mit einer wichtigen Säule des Genres ab – was wäre die Science-Fiction ohne die wegweisenden japanischen Animationsfilme? Da sind besonders Ghost in the Shell und Akira hervorzuheben, auch Paprika und Jin-Roh lohnen eine Entdeckung.
Außerhalb Japans gibt es ebenfalls einiges zu entdecken: Die existenzialistisch-schwarzhumorige World of Tomorrow-Trilogie von Don Hertzfeld, den französisch-tschechische Animationsfilm Der wilde Planet oder den an etablierte Klassiker angelehnten Mars Express.
Nach diesen Empfehlungen, die eine Platzierung in der Bestenliste knapp verpasst haben, kommen wir nun zu den 30 besten Science-Fiction-Filmen der Kinogeschichte: